Iván Aróstica wurde am Donnerstagabend, dem 21. Mai, in San Miguel von einer bewaffneten Gruppe in seinem Haus angegriffen, die dort einen Turbazo verüben wollte. Der frühere Minister des Tribunal Constitucional war zum Zeitpunkt des Angriffs mit seiner Frau und einem seiner Kinder im Haus.
Gegen 21:30 Uhr versuchten die Täter, in das Haus einzudringen. Aróstica verteidigte sich mit einer legal registrierten Schusswaffe, es kam zu einem Schusswechsel, bei dem ein Angreifer noch am Tatort starb und drei weitere verletzt wurden. Auch Aróstica wurde an einem Arm getroffen, sein Sohn erlitt eine Wunde im Lendenbereich.
Der Vorfall fiel in eine Nacht, in der der ehemalige Präsident des TC nicht nur Opfer eines bewaffneten Einbruchsversuchs wurde, sondern sich mitten in der Auseinandersetzung selbst schützen musste. Die Ermittlungen richten sich nun auf die Gruppe, die den Angriff offenbar als gewaltsamen Hausraub angelegt hatte, und auf die genaue Rolle der sechs festgenommenen Verdächtigen.
Nach dem Schusswechsel tauchte eine Frau am Ort des Geschehens auf und versuchte, den verletzten Delinquenten aus dem Rettungswagen zu holen, bevor er medizinisch versorgt werden konnte. SAMU verhinderte das, später wurde die Frau von kommunalen Inspektoren verfolgt, nachdem sie das Gebiet verlassen hatte; sie stieg schließlich in ein Fahrzeug mit weiteren an dem Angriff beteiligten Personen und wurde später wieder freigelassen. Bis zum Ende des Polizeieinsatzes waren sechs mit dem Angriff in Verbindung stehende Personen festgenommen, darunter drei Verletzte aus dem Schusswechsel. Für Aróstica bleibt damit vor allem eines: Der Angriff war kein bloßer Einbruchsversuch, sondern eine bewaffnete Attacke mit Toten, Verletzten und einem chaotischen Abzug der Beteiligten, der die Ermittler jetzt auseinandernehmen müssen.

