Sturm Graz hat den 20-jährigen Innenverteidiger Petar Petrovic verpflichtet und den Transfer noch am selben Tag bestätigt, an dem der Wechsel bereits gemeldet worden war. Der serbische Abwehrspieler erhält bei den Grazern einen langfristigen Vertrag.
Für den Namen Petrovic hatte Sturm offenbar schon länger ein Auge. Sportchef Michael Parensen sagte, der Klub habe den Verteidiger bereits im Winter beobachtet und sich nun gegen zahlreiche andere Interessenten durchgesetzt. Petrovic sei ein Spieler mit großem Potenzial, mental stark, fußballerisch gut ausgebildet und mit hoher Geschwindigkeit ausgestattet, sagte Parensen weiter.
Der Wechsel kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Hintergrund in Serbien klar ist: Petrovic stand bei FK Javor-Matis unter Vertrag, und der Klub befand sich eine Runde vor Saisonende auf dem vorletzten Platz der serbischen Topliga und damit mitten im Abstiegskampf. In der Spielzeit 2024/25 absolvierte der Innenverteidiger dort 34 Partien in der Super Liga. Dass Sturm den Transfer zügig festmachte, passt zu dem Bild eines Spielers, der in kurzer Zeit sichtbar geworden ist und deshalb auch außerhalb Österreichs gefragt war.
Nach Angaben des Klubs ist Petrovic aktueller U21-Nationalspieler und bereits für die serbische A-Nationalelf vorgemerkt. Er debütierte für Serbiens U21-Team und gehört damit zu jener Gruppe junger Verteidiger, die in ihrem Heimatland früh auf dem Radar der Nationalmannschaft stehen. Die Ablösesumme wurde mit 2,2 Millionen Euro beziffert, eine Summe, die den Druck auf den jungen Abwehrspieler in Graz eher erhöht als mindert.
Die erste Meldung über den bevorstehenden Wechsel kam von Journalist Lorenzo Lepore, bevor Sturm Graz den Transfer offiziell machte. Für den österreichischen Meister ist es ein gezielter Griff in einen Markt, in dem junge Spieler mit Erstligaerfahrung und internationalem Profil immer teurer werden. Für Petrovic bedeutet der Schritt nach Graz vor allem eines: Er verlässt einen Klub, der um den Verbleib in der höchsten Spielklasse kämpfte, und landet bei einer Mannschaft, die von ihm offenbar sofort den nächsten Entwicklungsschritt erwartet.
