Schleswig-Holstein hat seit 2021 fast 35.000 Notebooks und Tablets für Schulen gekauft, doch nur etwas mehr als 31.000 dieser Geräte sind überhaupt benutzt worden. Im vergangenen Jahr waren sogar nur rund 24.000 Geräte im Einsatz.
Die Zahlen stammen aus dem Bildungsministerium und lösten am 18. Mai 2026 um 14:00 Uhr neue Kritik der SPD im Landtag aus. Martin Habersaat sprach von verschwendeten Steuergeldern und sagte, die ungenutzten Geräte kosteten nach seinen Angaben Millionen.
Es geht dabei nicht um irgendeinen Einzelfall, sondern um Geräte für Schulen und Lehrkräfte in Schleswig-Holstein. Gerade deshalb wirkt der Abstand zwischen gekauft und genutzt so deutlich: Wenn fast 35.000 Geräte angeschafft werden, aber nur rund 24.000 im vergangenen Jahr tatsächlich im Einsatz sind, bleibt ein großer Teil des Bestands offenbar liegen.
Die SPD fordert deshalb, dass das Land vor weiteren Käufen überprüft, ob in diesem Jahr überhaupt neue Geräte benötigt werden. Der Streit dreht sich damit nicht nur um Zahlen, sondern um die Frage, ob die Anschaffungen an den Schulen am tatsächlichen Bedarf vorbeigingen.
Für die Landesregierung wird damit die Erklärungslast größer. Denn je länger Geräte ungenutzt bleiben, desto schwerer lässt sich begründen, warum erneut gekauft werden soll, bevor der vorhandene Bestand vollständig eingesetzt ist.

