Michael hat sich am Wochenende wieder an die Spitze der nordamerikanischen Kinokasse gesetzt. Der Film von Antoine Fuqua spielte in seinem vierten Wochenende 26,1 Millionen Dollar ein und kam nach 24 Tagen auf ein inländisches Gesamtergebnis von 282,8 Millionen Dollar.
Das ist mehr als nur ein guter Lauf. Michael hatte schon am Montag, Mittwoch und Donnerstag vor dem Wochenende knapp gewonnen und damit gezeigt, dass der Film nicht nur am Samstag und Sonntag zieht. Weltweit liegt er inzwischen jenseits von 700 Millionen Dollar und ist erst der vierte Lionsgate-Start, der diese Marke überschritten hat. Für das Studio ist das ein seltener Treffer in einem Markt, in dem die großen Erfolge sich zunehmend auf wenige Titel verteilen.
Hinter Michael blieb The Devil Wears Prada 2 mit 18 Millionen Dollar in seinem dritten Wochenende auf Platz zwei. Der Film steht nach 17 Tagen bei 175,8 Millionen Dollar im Inland. Billlie Eilish: Hit Me Hard and Soft fiel unterdessen in seinem zweiten Wochenende auf 800.000 Dollar und steht nach zwei Wochenenden bei 9 Millionen Dollar. Der Absturz war deutlich, aber nicht der einzige: Christy verzeichnete mit 91,7 Prozent einen der härtesten Rückgänge des Wochenendes, während mehrere andere Titel ebenfalls im Bereich von 80 Prozent und mehr verloren.
Der Vergleich mit früheren Blockbustern fällt trotzdem auf. Michael liegt nach seinem vierten Wochenende knapp über dem Tempo von The Passion of the Christ, das damals in seinem vierten Wochenende 19,4 Millionen Dollar einspielte und bei 281 Millionen Dollar stand. Genau deshalb wirkt die Schätzung von 375 Millionen Dollar, die vergangene Woche kursierte, weiter plausibel. Der Film könnte am Ende näher an 400 Millionen Dollar herankommen, als viele nach dem Start vermutet hatten.
Das Wochenende passt auch in ein größeres Bild für das Kinojahr. The Super Mario Galaxy Movie war 2026 der erste Film, der drei Wochen in Folge die Boxoffice-Spitze hielt. Zusammen haben Michael, The Devil Wears Prada 2 sowie dieses Jahr The Super Mario Galaxy Movie und Project Hail Mary mehr als 1,2 Milliarden Dollar zum inländischen Einspiel und über 2,7 Milliarden Dollar weltweit beigetragen. Für die Branche ist das der seltene Beweis, dass einige wenige Titel weiter in der Lage sind, das Geschäft zu tragen, selbst wenn die meisten anderen Filme schnell abfallen.
Für Zuschauer und Studios bleibt damit vor allem eines klar: Michael ist nicht nur ein starker Start gewesen, sondern ein Film mit Ausdauer. Wenn sich das Tempo hält, rückt die nächste Marke näher, und die Frage ist nicht mehr, ob der Titel ein Erfolg ist, sondern wie groß dieser Erfolg am Ende ausfällt.

