Lesen: Stefan Ustorf will in einem Olympiajahr auf eine WM verzichten

Stefan Ustorf will in einem Olympiajahr auf eine WM verzichten

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würde in einem Olympiajahr auf eine Eishockey-Weltmeisterschaft verzichten. „Ja, ich würde im Olympiajahr auf eine WM verzichten, zumal jetzt auch noch alle zwei Jahre der hinzukommt“, sagte Ustorf in einem Interview zu der Debatte über die WM im Olympia-Jahr.

Der frühere Nationalspieler stellte damit klar, dass aus seiner Sicht der internationale Kalender weiter verdichtet wird. Ustorf verwies darauf, dass der World Cup of Hockey künftig ebenfalls im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfinden soll. Für die WM 2026 ist zudem bereits ein breites Live-Angebot angekündigt: Auf sollen alle 64 Spiele übertragen werden, 43 davon exklusiv.

Die Aussage bekommt Gewicht, weil in der Schweiz derzeit heftig darüber gestritten wird, ob eine Weltmeisterschaft in olympischen Jahren überhaupt noch stattfinden sollte. Die Gastgeberverbände nehmen mit einem WM-Turnier Millionen ein; die Schweizer Föderation rechnet aktuell mit einem Gewinn von rund 10 Millionen Schweizer Franken. Gleichzeitig zeigt der Blick auf das deutsche Team, wie sehr große Turniere inzwischen von NHL-Abwesenheiten geprägt sind. , , und fehlten der Auswahl, insgesamt waren es vier NHL-Spieler nicht dabei.

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Genau dort liegt der Widerspruch, den Ustorf mit seiner Forderung offen anspricht. Einerseits bleibt die WM für Gastgeber und Ausrichter ein Geschäft, das nach Angaben aus dem Umfeld hohe Erlöse verspricht. Andererseits schwächt der enge Terminkalender die sportliche Substanz des Turniers, wenn in olympischen Jahren viele der besten Profis fehlen oder andere Wettbewerbe Vorrang haben.

Für 2026 ist die WM bereits fest im Kalender der Fans verankert, und die Vermarktung setzt auf ein komplettes Paket: 64 Spiele live, 43 davon exklusiv. Ustorfs Haltung deutet darauf hin, dass die Debatte um Sinn und Taktung solcher Turniere nicht kleiner wird, sondern sich mit jedem neuen Rechtevertrag und jedem weiteren Termin im internationalen Kalender zuspitzt.

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