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Gina Schumacher: ZDF zeigt ihre Welt zwischen Texas und Schweiz

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lebt in einer Welt, in der Pferde nicht Nebensache sind, sondern der Mittelpunkt. Das ZDF zeigt diese Welt jetzt in der 45-minütigen Dokumentation „“, inszeniert von und gedreht auf Familienanwesen in Gordonville, Texas, und Givrins in der Schweiz.

Die 29-Jährige sagt darin, sie habe sich nach dem Unfall ihres Vaters „wirklich reingehangen“, weil sie etwas tun musste. Die Pferde hätten ihr geholfen, die schwere Ski-Verletzung von 2013 durchzustehen. „Keine Ahnung, es macht mich einfach glücklich“, sagt sie über ihre Arbeit mit ihnen.

Die Doku setzt damit auf das, was Gina Schumacher im Kern ausmacht: eine junge Frau mit großem Namen und großen Ambitionen, über die dennoch vergleichsweise wenig öffentlich bekannt ist. Sie wächst und arbeitet in einem Umfeld auf, das sich seit Jahren um Pferde dreht. Ihre Mutter wird als ehemalige Springreiterin und Pferdezüchterin beschrieben. , langjährige Managerin von Michael Schumacher und enge Vertraute der Familie, gehört ebenfalls zu den prägenden Namen in diesem Kosmos.

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Schumacher selbst sagt, sie mache selten etwas mit Freunden und sei generell „nicht so super sozial“. Stattdessen beginnt und endet ihr Tag mit Pferden. Der Film zeigt, dass sie sich morgens um 4 Uhr zum Training aufmacht und abends mit Gedanken an die Tiere einschläft. Diese Konsequenz erklärt auch, warum ihr Weg im Reitsport früh begann: 2006 ritt sie als Neunjährige ihr erstes Turnier auf einem Dressurpony.

Der sportliche Ertrag dieser Langstrecke ist inzwischen messbar. 2022 überschritt Gina Schumacher die Marke von 1 Million Dollar an akkumulierten Preisgeldern. Im Westernreiten gilt dafür der Ausdruck „“ für Athletinnen und Athleten, deren Gesamtsumme diese Schwelle übersteigt. Damit ist der Film mehr als ein Porträt einer bekannten Tochter; er zeigt eine Reiterin, die sich ihren Platz im Sport längst selbst erarbeitet hat.

Die Spannung der Geschichte liegt weniger im Aufstieg als in der Abschottung. Gina Schumacher steht im Schatten eines der bekanntesten Namen des Sports, spricht aber kaum öffentlich über ihr Leben. Genau deshalb wirkt die Doku wie ein seltener Blick hinter eine Welt, die die Familie in Texas und der Schweiz bewusst für sich gebaut hat. Was am Ende bleibt, ist ein klares Bild: Gina Schumacher ist nicht nur Teil eines berühmten Familiennamens, sondern eine Sportlerin, deren Alltag und Identität vollständig von Pferden geprägt sind.

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