Lesen: 1. Fc Heidenheim steigt nach drei Jahren aus der Bundesliga ab

1. Fc Heidenheim steigt nach drei Jahren aus der Bundesliga ab

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1. FC Heidenheim ist nach drei Jahren in der abgestiegen. Die Mannschaft verlor am letzten Spieltag zu Hause mit 0:2 gegen den , weil in der 7. Minute und in der 43. Minute trafen.

Für Heidenheim war es das Ende eines späten, aber am Ende zu kurzen Rettungsrennens. Aus den letzten sieben Ligaspielen holte das Team 12 Punkte, doch der Kraftakt reichte nicht mehr, um den Sturz in die 2. Bundesliga abzuwenden. Die körperliche und psychische Belastung dieses Endspurts war den Spielern nach dem Abpfiff anzumerken.

Dann folgte ein Bild, das in der Niederlage ungewöhnlich warm wirkte. Nach dem Schlusspfiff sangen die Heidenheimer Fans „You'll Never Walk Alone“ und hielten ihre Schals hoch, während sich die Mainzer Spieler in einen applaudierenden Spalier für den Gegner stellten. sprach später von einem „Riesenkompliment an unsere Fans, das war unglaublich“. Der 52-jährige Trainer fragte: „Da werden Fahnen geschwenkt, wir werden gefeiert. Wo gibt es denn sowas?“ und fügte hinzu: „Unser Verein funktioniert schon immer so.“

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Schmidt machte deutlich, wie viel ihm dieser Rückhalt in der schwersten Phase des Vereins bedeutete. „Es bedeutet mir sehr viel, dass die Enttäuschung nicht am Trainerteam und der Mannschaft ausgelassen wird, sondern dass gesehen wird: Wir haben alles gegeben, es hat nur nicht gereicht“, sagte er. „Das alles passiert ja in unserem schwersten Moment.“ Zugleich warnte er davor, den Trost mit Zufriedenheit zu verwechseln: „Wir dürfen ja nicht in irgendeiner Form zufrieden sein, weil wir am Ende abgestiegen sind. Aber dann so einen Zuspruch zu bekommen, das hilft und motiviert.“

Auch auf dem Platz blieb die Enttäuschung groß. sagte schlicht: „Es tut weh.“ Er ergänzte: „Wir hatten uns andere Sachen vorgenommen, aber unser Plan ist nicht aufgegangen.“ nannte den Abend „furchtbar traurig“ und beschrieb, wie der frühe Rückstand den Kopf blockierte: „Nach dem schnellen Rückstand hat es im Kopf angefangen zu rattern.“ Der 31-Jährige sagte außerdem: „Wir haben es nicht geschafft, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen“ und „Es tut einfach weh!“

Mainka betonte zugleich, dass der Abschied nicht nur als Niederlage stehen bleiben müsse. „Aber wie man sich verabschiedet, so kommt man auch wieder“, sagte er. „Und auf die letzten Wochen können wir wirklich stolz sein. Das nehmen wir mit.“ Er verwies darauf, dass er in drei Bundesliga-Spielzeiten keine einzige Minute verpasst habe. Für den Klub, dessen Aufstieg und Alltag eng mit Langzeittrainer Schmidt und Geschäftsführer Holger Sanwald verbunden sind, endet damit ein dreijähriges Kapitel im Oberhaus. Der Abstieg ist besiegelt, doch die Art des Abschieds zeigt, dass Heidenheim nicht an fehlender Haltung zerbrochen ist, sondern an der Summe eines späten Kraftakts, der am Ende nicht mehr reichte.

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