Lesen: Katharina Wackernagel spricht über Singlesein, Beruf und „Zwei am Zug“

Katharina Wackernagel spricht über Singlesein, Beruf und „Zwei am Zug“

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stellt am 17. Mai um 20.15 Uhr im ZDF-Herzkino-Film „“ eine Frau dar, die verheiratet ist, als sie den Reisenden kennenlernt. Im Privatleben beschreibt die 52-Jährige ihr Verhältnis zu Nähe und Partnerschaft seit Monaten deutlich nüchterner: Sie sagt, sie sei lieber frei als in einer Beziehung, die „irgendwie morsch“ ist.

Die Rolle der Wirtin Sandra ist damit auch deshalb bemerkenswert, weil Wackernagel im Fernsehen häufig Frauen spielt, die gebunden sind, während sie selbst unverheiratet lebt. In dem Film trifft Sandra auf Otis in einer Situation, die für die Figur Bewegung verspricht, für die Schauspielerin aber vor allem an eine bekannte Trennungslinie zwischen Beruf und Privatleben erinnert.

Wackernagel hat in der MDR-Talkshow „“ gesagt, dass sie schon mit 15 Jahren wusste, dass sie Schauspielerin werden wollte. Diese frühe Entscheidung prägt ihre Karriere bis heute. Bereits 2003 spielte sie in ihrem ersten Filmauftritt in „Das Wunder von Bern“ die Ehefrau des Zeitungsreporters , ein Jahr später stand sie für „Die Boxerin“ mit vor der Kamera. Damals waren die beiden auch ein Paar.

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Später sprach Wackernagel im Dezember 2025 in „“ offen darüber, dass sie ihrem Beruf einen hohen Stellenwert gibt. „Ich mag auch meinen Beruf so sehr, dass ich ihm einen hohen Stellenwert gebe“, sagte sie dort sinngemäß. Im selben Gespräch machte sie auch deutlich, wie sehr sie das Leben ohne feste Bindung schätzt: „Ich mag es, alleine zu sein... Lieber frei sein als in einer Beziehung, die irgendwie morsch ist.“

Die Schauspielerin sagte außerdem, sie habe oft das Gefühl gehabt, andere würden ihr unterstellen, sie könne sich nicht auf einen Partner einlassen, nur weil sie sich als glücklicher Single beschreibe. Diese Reaktion habe sie immer wieder irritiert. Dass sie längerfristige Beziehungen hatte, gehört ebenso zu ihrer Biografie wie der Abstand zu klassisch erwarteten Lebensentwürfen.

Auch ihre Haltung zu Familie und Kindern hat Wackernagel bereits öffentlich umrissen. 2024 sagte sie der „“, die Beziehung ihrer Mutter mit zwei Männern sei „auf jeden Fall spannend und besonders“. Außerdem erklärte sie, dass es für sie schon mit einem Mann manchmal zu viel sein könne. Einen weiteren Einschnitt beschrieb sie als die Erkenntnis, vor einigen Jahren keine Kinder haben zu wollen.

Zu ihrer Vergangenheit gehört auch, dass sie 2004 mit Striesow zusammenarbeitete, als beide an „Die Boxerin“ arbeiteten. Striesow sagte 2025 in „Riverboat“, die beiden würden sich noch immer zum Essen treffen, wenn sie in derselben Stadt seien. Für Wackernagel fügt sich das in ein Bild, das ihre Karriere seit Jahren begleitet: Sie ist auf der Leinwand und im Fernsehen oft in Beziehungen zu sehen, spricht privat aber mit ungewöhnlicher Klarheit über den Wert von Alleinsein.

Vor der Ausstrahlung von „Zwei am Zug“ ist damit klar, worum es bei Wackernagel derzeit auch abseits der Rolle geht: nicht um ein romantisches Bekenntnis, sondern um die bewusste Entscheidung für Beruf, Freiheit und ein Leben ohne Kinder. Genau das macht ihre Aussagen heute so viel beachteter als die übliche Werberunde zu einem Fernsehfilm.

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