Plug Power hat in der vergangenen Woche einen kräftigen Kurssprung hingelegt und die Aktie am Freitag bei 3,78 Dollar aus dem Handel gehen lassen, nachdem sie eine Woche zuvor noch bei 3,12 Dollar gestanden hatte. Der Titel gewann damit 21 Prozent, obwohl die Aktie am Freitag selbst nach einem Tageshandel zwischen 3,57 und 3,99 Dollar am Ende um 0,26 Prozent nachgab.
Hinter dem Anstieg stehen Quartalszahlen, die zwar weiter rote Zahlen zeigen, aber in mehreren Punkten eine Verbesserung erkennen lassen. Der Wasserstoffkonzern meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 163,5 Millionen Dollar, 22 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Bruttomarge verbesserte sich auf minus 13 Prozent von minus 55 Prozent im Vorjahresquartal, und der bereinigte Verlust je Aktie schrumpfte auf 8 Cent von 17 Cent. Zugleich meldete Plug Power einen Nettoverlust von rund 245 Millionen Dollar.
Chef Jose Luis Crespo sprach von „strong commercial execution“ und sagte, das Unternehmen liege weiterhin auf Kurs für sein EBITDAS-Ziel im vierten Quartal. Finanzchef Paul Middleton erklärte zudem, Plug Power habe das Quartal mit mehr als 10 Prozent mehr Barmitteln beendet, als zunächst erwartet worden war. Für Anleger ist das heute wichtig, weil der Markt jede Spur von Stabilisierung bei einer Aktie belohnt, die lange als Sanierungsfall galt und nach frischem Beleg dafür sucht, dass operative Fortschritte auch in Cash ankommen.
Genau dort liegt aber auch der Haken. Die Erholung stützt sich nicht nur auf den operativen Fortschritt, sondern ebenso auf Kostensenkungen, den Verkauf von Vermögenswerten, die Monetarisierung von Steuergutschriften und das Freisetzen gebundener Mittel. Plug Power will in diesem Jahr den Bestand um mindestens 100 Millionen Dollar senken, im Juni ein Geschäft über rund 142 Millionen Dollar abschließen und bis Ende Mai eine Steuergutschrift von 39,2 Millionen Dollar aus dem Joint Venture in St. Gabriel, Louisiana, verkaufen.
Die Analysten blieben unterdessen gespalten. Ryan Pfingst von B. Riley hielt an einer Kaufempfehlung fest und hob sein Kursziel auf 5 Dollar von 3 Dollar an. Ameet Thakkar von BMO Capital blieb bei Underperform, erhöhte das Ziel aber auf 1,20 Dollar von 1 Dollar. Jeff Osborne von TD Cowen hob sein Ziel auf 3 Dollar von 2 Dollar an und beließ es bei Hold. George Gianarikas von Canaccord Genuity blieb bei Hold und erhöhte das Ziel auf 4 Dollar, während Amit Dayal von H.C. Wainwright bei Buy und 7 Dollar blieb und David Arcaro von Morgan Stanley bei Sell und 1,50 Dollar.
Am Freitag wurden 97,57 Millionen Aktien gehandelt, während der Nasdaq um 1,54 Prozent fiel. Für Anleger wird nun vor allem Montag, der 18. Mai, zum nächsten Handelstag, den sie im Blick haben. Die nächste Marktfeiertagspause im Jahr 2026 folgt dann erst am Memorial Day, dem 25. Mai.
