Lesen: Kommissar Beck: Vilhelm startet neue Staffel mit Familienkonflikt

Kommissar Beck: Vilhelm startet neue Staffel mit Familienkonflikt

Veröffentlicht
2 Min. Lesezeit
Anzeige

Am Sonntag um 22.15 Uhr startet auf ZDF die zehnte Staffel von „Kommissar Beck“ mit vier neuen Filmen. Die Auftaktfolge trägt den Titel „“ und rückt ausgerechnet den Enkel des Ermittlers in den Mittelpunkt, gespielt von . Vilhelm Beck arbeitet nach einer Pause wieder im Streifendienst, gerät bei einem eigenen Nachgang an den Fall und wird dafür von der neuen Polizeichefin Ebba Ståhl in die versetzt.

Im Zentrum steht der Raubmord an dem Unternehmensberater Hans Widding. Vilhelm Beck nimmt die Spur auf, obwohl er offiziell noch gar nicht in dieser Einheit ermitteln soll. Dass Ståhl ihn nach seinem Alleingang hochzieht, macht aus dem Fall nicht nur ein Verfahren, sondern auch eine Standortbestimmung für die Figur: Wer sich in einer Serie, die seit 1997 mit in der Hauptrolle läuft, plötzlich über Regeln hinwegsetzt, bekommt nicht automatisch einen Rüffel, sondern eine neue Dienstmarke.

Die Zahlen erklären, warum dieser Neustart mehr ist als ein weiterer Krimi-Abend. Die Reihe basiert auf den Büchern von und , die zwischen 1965 und 1975 erschienen und als eine der bekanntesten skandinavischen Krimiserien gelten. Aus ihnen entwickelte sich ein frühes, sozialkritisches Nordic Noir, das den Namen Beck seit Jahrzehnten trägt. Im Fernsehen brachte es die Produktion inzwischen auf 50 Filme in neun Staffeln, bevor nun nach drei Jahren die zehnte Staffel mit vier neuen Filmen beginnt.

- Advertisement -

Für die Serie ist das mehr als Routine. Beck selbst ist inzwischen etwa 70 und agiert zunehmend als Berater statt an vorderster Linie. Sein Enkel dagegen wird seit Staffel acht von Valter Skarsgård gespielt und gilt längst als möglicher Nachfolger für die zentrale Rolle. Die Vorgeschichte hat die Serie dabei nicht geschont: In der vergangenen Staffel wurde Vilhelm während eines Einsatzes als Geisel genommen und am Ende von seinem Großvater in einer dramatischen Schlussphase befreit.

Genau daraus zieht „Vilhelm“ seine Spannung. Der junge Beck steht nun nicht mehr nur im Schatten des alten Ermittlers, sondern an einer Schnittstelle zwischen Familie, Dienstweg und beruflicher Zukunft. Dass die Folge seinen Namen trägt, ist deshalb kein Zufall, sondern eine Ansage: Die Serie verlagert ihren Fokus auf die nächste Generation, ohne den alten Beck aus dem Zentrum zu drücken. Am Sonntag wird sich zeigen, ob dieser Übergang trägt.

Anzeige
Diesen Artikel teilen