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Wolfsburg Paderborn: Hecking trifft auf seinen alten Klub in der Relegation

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und spielen ab Donnerstag um 20.30 Uhr in der Bundesliga-Relegation gegeneinander. Das erste Duell steigt in Wolfsburg, das Rückspiel ist für Pfingstmontag um 20.30 Uhr in Ostwestfalen terminiert.

Für Wolfsburg geht es nach einem 16. Platz in der Bundesliga um den sofortigen Klassenerhalt, Paderborn kommt als Dritter der 2. Bundesliga mit dem Ziel Aufstieg. Es ist ein Schnittpunkt zweier Klubs, deren Saison erst jetzt ihren härtesten Abschnitt bekommt. Für hat diese Paarung zudem eine persönliche Note: Der Trainer übernahm Wolfsburg Anfang März und stand als Spieler schon in Paderborn auf dem Platz, zunächst in der Jugend von 1. FC Paderborn und später von 1994 bis 1996 bei TuS Paderborn-Neuhaus.

Hecking hat Wolfsburg in kurzer Zeit stabilisiert und zuletzt den Auswärtsauftritt beim gewonnen. Danach sagte , der Trainer habe mit seinem Charisma und seiner Aura viel verändert. Eriksen erklärte auch, Heckings Erfahrung aus ähnlichen Situationen übertrage sich auf die Spieler, die Mannschaft wirke dadurch konstanter und wisse klarer, was auf dem Platz zu tun sei. Der dänische Spielmacher, der 149 Länderspiele, 310 Premier-League-Partien und 53 Einsätze in der Champions League vorweisen kann, ist seit dem Ausfall von Kapitän noch wichtiger geworden.

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Arnold fehlt verletzt, ist wegen einer Muskelverletzung nicht dabei, sitzt eine Sperre nach seiner fünften Gelben Karte ab. Das sind genau die Ausfälle, die in einer Relegation ins Gewicht fallen, weil sie das Gerüst aus Führung, Tempo und Zweikampfstärke gleichzeitig treffen. Wolfsburg hat diese Prüfung allerdings schon zweimal bestanden: 2017 gegen Eintracht Braunschweig und 2018 gegen Holstein Kiel.

Hecking selbst nimmt den Druck an. Er sagte, man müsse auf sich schauen und bei sich bleiben, wie in den vergangenen Wochen auch. Zugleich machte er klar, dass die Partie keine Selbstverständlichkeit wird: Man lasse den Druck zu, er gehöre dazu, und in beiden Spielen müsse zweimal das Maximum abgerufen werden, um die Klasse zu halten. Gerade diese Nüchternheit passt zur Lage von Wolfsburg Paderborn, wo eine gute Ausgangsposition nach dem Hinspiel noch längst nichts entscheidet.

Für Paderborn ist es die Chance, eine starke Saison mit dem Aufstieg zu krönen. Für Wolfsburg ist es der Kampf gegen den Sturz in die Zweitklassigkeit. Dass ausgerechnet Hecking, der schon als Jugendlicher und später als Profi in Paderborn spielte, nun zwischen beiden Welten steht, gibt dieser Relegation eine zusätzliche Spannung, die über die 180 Minuten hinausreicht.

Eriksen brachte diese Bedeutung nach dem Sieg auf den Punkt, als er sagte, ein Klassenerhalt nach so langer Zeit auf einem Abstiegsplatz würde sich für ihn wie ein Titelgewinn anfühlen. Genau so wird Wolfsburg dieses Duell auch angehen: nicht als Pflichtspiel mit Vorlauf, sondern als Entscheidung, die sofort Gewicht hat.

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