Phoenix Hagen hat das erste Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven mit 85:80 gewonnen und damit vor 3.145 Zuschauern in der Ischelandhalle ein enges Spiel in den Schlussminuten gedreht. Neun Sekunden vor dem Ende brachte Jacob Biss Bremerhaven noch einmal auf 80:83 heran, doch Hagen kam nach einer Szene rund um die Trainerbänke und Taktikboards sofort zum Foul und machte an der Freiwurflinie den Sieg fest.
Es war ein Spiel, das Bremerhaven nach fünf Minuten vor Schluss noch mit 75:70 geführt hatte. Dann kam Hagen zurück. Devin Schmidt traf zunächst zum 75:75-Ausgleich und legte später die 79:75-Führung nach, bevor ein Dreier von Biss beim Stand von 77:83 die Partie zwar noch einmal offen hielt, aber nicht mehr in die Verlängerung zwang. Am Ende stand für Hagen der erste Schritt in einer Serie, in der der Sieger in der nächsten Saison in der Topliga spielt.
Das Ergebnis verändert den Druck vor dem zweiten Duell spürbar. Bremerhaven reist am Samstag um 18:00 Uhr in die Stadthalle Bremerhaven, wo die Mannschaft das Spiel zurückholen will. Für den Club ist die Halbfinalteilnahme ohnehin schon der größte Erfolg seit 2019, und der Weg dorthin war mit einem Overtime-Sieg in der vorherigen Runde bereits eng und kräftezehrend. Gegen Hagen reichte das an diesem Abend nicht, weil kleine Details entschieden, wie Jannis von Seckendorf es später zusammenfasste: Es waren kleine Prozentpunkte, die den Unterschied ausmachen, und wer führt, bringt den Sieg leichter nach Hause.
Genau darin liegt nun die Aufgabe für Bremerhaven. Das Team hat bewiesen, dass es in dieser Serie mithalten kann, aber in den Schlusssekunden fehlte die letzte Konsequenz, während Hagen die Nerven behielt. Die nächste Partie in Bremerhaven wird deshalb mehr als nur ein weiteres Spiel: Sie ist die Chance, die Serie sofort wieder auszugleichen und das Halbfinale offen zu halten.
