Der Bürgermeister von San Bernardo, Christopher White, hat nach dem Entfernen von Colo-Colo-Fan-Murals an den Umfassungsmauern des städtischen Stadions neue Morddrohungen erhalten. White leitete die Aktion am Montag selbst und sagte, sie habe das Ziel gehabt, „einen Raum zurückzugewinnen, der unserer ganzen Gemeinschaft gehört“.
Nach seinen Angaben kamen die Drohungen in den letzten Stunden, nachdem die Graffiti auf den Mauern des Stadions beseitigt worden waren. White sagte, die Botschaften richteten sich gegen ihn und seine Familie. Zu den Nachrichten gehörten den Angaben zufolge die Sätze „Aprovecha las últimas semanas de vida“ und „se te viene el infierno, gil sapo“.
White, der als Mitglied der PS genannt wird, stellte die Aktion als eine Frage der öffentlichen Ordnung dar. „Ich bin zwar Colocolino, aber zuerst kommt meine Pflicht gegenüber San Bernardo. Das städtische Stadion gehört keiner Barra. Es gehört allen Nachbarn und Nachbarinnen. Es gehört unseren Kindern, unseren Sportlern und den Familien, die davon träumen, in einer sichereren, geordneteren und würdigeren Gemeinde zu leben“, sagte er.
Die Entfernung der Murals betraf die Außenmauern des kommunalen Stadions in San Bernardo, auf denen Graffiti von Anhängern von Colo-Colo angebracht waren. Die Operation fand unter Beteiligung der Carabineros statt. Nach Angaben von White leisteten einige Menschen Widerstand, und in der Umgebung wurden Feuerwerkskörper gezündet.
Der Konflikt zeigt, wie umkämpft öffentlicher Raum in der Stadt geworden ist, wenn ein Aufräumversuch direkt in die Symbolik eines Fußballklubs eingreift. White hatte bereits eine Säuberungsaktion angeführt, die auf die Rückgewinnung öffentlicher Flächen zielte. Für ihn ist die nächste Etappe klar: Die Kommune will das Stadion als Ort für die gesamte Nachbarschaft behaupten, auch wenn die Drohungen gegen ihn und seine Familie nun den Preis dieser Entscheidung markieren.

