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Florian Wiegele berufen: Österreich setzt auf ehemaligen GAK-Torhüter

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steht im Kader Österreichs für die in den USA, Kanada und Mexiko. Für den ehemaligen GAK-Torhüter ist die Nominierung ein weiterer Schritt in einer Entwicklung, die vor kaum mehr als zwölf Monaten noch in Weinzödl begann.

nahm die Berufung mit sichtbarer Freude auf. „Ich habe mich persönlich sehr für ihn gefreut und ihm dazu gratuliert“, sagte er. Auf den ersten Blick wirke es natürlich surreal, ergänzte der Trainer mit Blick darauf, dass Wiegele noch vor rund einem Jahr unter seinen Anweisungen trainierte. Zwei Tage vor der Kaderbekanntgabe hatte den Klassenerhalt gesichert und den Verbleib in der Liga gefeiert. Nun steht mit Wiegele ein früherer Spieler des Vereins plötzlich auf der größten Bühne, die der Fußball zu bieten hat.

Queder hatte nach eigenen Worten schon die erste Einberufung und das Debüt des Keepers im mit Freude verfolgt. Was er an Wiegele beschreibt, klingt nach einem Spieler, der sich seinen Weg nicht erkämpft hat, sondern ihn mit Geduld und Präzision gebaut hat. „Flo hat großes Potenzial, gute Entscheidungen getroffen, Geduld gezeigt und seine Chancen genützt, wenn er sie bekommen hat“, sagte Queder. Als Torhüter bringe er ein Gesamtpaket mit, welches in Österreich einzigartig sei. Größe, Dynamik, Mut im Strafraum und im Raum hinter der Abwehr, dazu eine ausgeprägte Spielintelligenz und das frühe Erkennen von Situationen – für den Trainer ist das eine seltene Mischung.

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Hinzu komme eine Arbeitsweise, die über Talent hinausgehe. Wiegele sei hochprofessionell und akribisch, sagte Queder, immer offen für Details, extrem lern- und anpassungsbereit und sogar selbst mit Ideen in die gemeinsame Arbeit gegangen. Dass der Torhüter inzwischen in Liga, Europa League und Nationalteam gezeigt habe, dass er mithalten könne, mache ihn für den Trainer zu einem Spieler, dem er noch vieles zutraut. Entscheidend sei nun, dass er verletzungsfrei bleibe und weiter regelmäßig spiele.

Für den GAK ist die Personalie mehr als eine schöne Randnotiz. Queder sieht den Klub ausdrücklich als Plattform für Entwicklung und als Sprungbrett. Wenn aktuelle oder frühere Spieler den nächsten Schritt in höhere Ligen oder ins Nationalteam schaffen, profitiere der Verein davon, sagte er. Neben Wiegele verwies er auch auf die Berufungen von und sowie die U21-Nominierung von . Für Graz ist das ein Signal, das über einen einzelnen Torhüter hinausgeht: Der Weg von Weinzödl in einen WM-Kader ist kurz geworden.

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