Österreich hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2026 im vierten Spiel gegen Gastgeber Schweiz deutlich zurückgelegen. Zur Live-Zeit stand es 0:7, während die Schweizer ihren starken Lauf fortsetzten und auch in dieser Partie die Kontrolle behielten.
Dominic Zwerger brachte die Lage der Österreicher mit klaren Worten auf den Punkt: „Wir wollen zeigen, dass wir dagegenhalten können!“ Der Stürmer ergänzte mit Blick auf das Duell: „Gegen sie bei ihrer Heim-WM zu spielen, ist umso spezieller. Sie haben eine Top-Mannschaft, sind definitiv Top-Favorit auf den WM-Titel. Wir wollen zeigen, dass wir dagegenhalten können.“
Die Schweiz war mit drei Siegen in drei Spielen in das Turnier gestartet und hatte am Montag auch Deutschland mit 6:1 geschlagen. Vor der Weltmeisterschaft war Jan Cadieux vom Assistenten zum Teamcoach befördert worden, nachdem Patrick Fischer einen Monat zuvor entlassen worden war. Fischer hatte 2022 für die Reise zu den Olympischen Spielen in China ein gefälschtes Covid-Zertifikat gekauft und benutzt.
Für Österreich hat das Spiel noch eine weitere Ebene. Teamchef Bader coachte gegen sein Heimatland in seiner Heimatstadt. Dazu kommt, dass Vinzenz Rohrer seine größten Erfolge in Zürich gefeiert hat und Bernd Wolf sowie Zwerger seit Jahren in der Schweizer Liga spielen. Die Partie war damit nicht nur sportlich ein harter Prüfstein, sondern auch ein Wiedersehen mit vielen Verbindungen über die Landesgrenze hinweg.
Genau darin liegt die Schärfe dieses Abends: Die Schweiz tritt bei ihrer Heim-WM als klarer Favorit auf den Titel auf, Österreich sucht dagegen im Rückstand nach einem Zeichen von Widerstandskraft. Wie viel davon gegen einen Gegner mit Tempo, Tiefe und Selbstvertrauen tatsächlich möglich ist, entscheidet sich in diesen Minuten auf dem Eis.
