Daniel Heuer Fernandes soll seinen Vertrag beim Hamburger SV bis 2028 verlängern. Ein entsprechender Bericht des Hamburger Abendblatts sieht die Einigung mit dem 33 Jahre alten Torhüter in den finalen Zügen, offiziell bestätigt werden soll der Deal demnach schon bald.
Für den HSV wäre das die nächste Stufe in einer Personalie, die den Klub seit Monaten beschäftigt. Heuer Fernandes hatte seinen Kontrakt nach dem gesicherten Klassenerhalt automatisch bis 2027 verlängert, doch der Verein wollte schon danach eine längere Laufzeit aushandeln und nicht bei diesem Datum stehen bleiben. Dass der neue Schlussmann des Plans nun offenbar bis 2028 gebunden wird, passt auch zu der Rolle, die er in der Saison für die Hamburger spielte.
Der Hintergrund ist klar: Hamburg wollte im Tor langfristig planen. In der Wintertransferperiode holte der Klub Sander Tangvik dazu, um eine weitere Option auf dieser Position zu haben. Merlin Polzin machte nach der Partie gegen Bayer Leverkusen deutlich, warum dieser Schritt aus Sicht des Vereins Sinn ergab. Man habe sich im Winter mit voller Überzeugung entschieden, auf der Torhüterposition zu investieren, sagte er, weil man gesehen habe, welches Talent Tangvik besitzt. Der Coach fügte hinzu, der junge Keeper habe ab dem ersten Training gezeigt, dass sich diese Investition gelohnt habe.
Polzin lobte Tangvik auch dafür, dass er Heuer Fernandes im Alltag gefordert habe. Er habe Ferro besser gemacht und selbst tagtäglich besser werden können, sagte der Trainer. Dass Tangvik seine Trainingsleistungen im Spiel gegen Bayer Leverkusen bestätigt habe, freue ihn sehr. Zugleich ist nach Lage der Dinge nicht von einem schnellen Machtwechsel im Tor auszugehen. Tangvik bleibt vorerst der Herausforderer, während Heuer Fernandes weiter als erste Wahl gilt.
Der mögliche neue Vertrag schließt damit an eine Phase an, in der Heuer Fernandes für den HSV sportlich Gewicht hatte und beim Weg zur Rettung eine wichtige Rolle spielte. Genau deshalb wollte der Verein ihn schon über 2027 hinaus halten. Jetzt deutet alles darauf hin, dass die Gespräche mit dem Torhüter auslaufen wie vom Klub gewünscht: mit einer Verlängerung bis 2028 und ohne offenen Konkurrenzkampf an der Spitze der Hierarchie.

