Bayer Leverkusen plant offenbar für die kommende Saison ohne Kasper Hjulmand. Oliver Glasner steht auf der Kandidatenliste des Clubs, und auch sein Abschied von Crystal Palace soll bevorstehen.
Der Blick auf die Trainersuche kommt nicht aus heiterem Himmel. Leverkusen ist nach einem deutlichen Formeinbruch in der zweiten Saisonhälfte auf Platz sechs in der Bundesliga abgestürzt und hat die Champions-League-Qualifikation erneut verpasst. Für einen Club, der in dieser Phase eigentlich Ruhe bräuchte, läuft die Suche nach einem neuen Mann an der Seitenlinie weiter, obwohl Hjulmands Zukunft noch nicht abschließend geklärt ist.
Sportlich ist der Knacks klar zu benennen: Die Mannschaft begann die Saison stark, verlor danach aber spürbar an Stabilität. Genau das macht die Personalfrage so dringlich. Neben Glasner werden auch Michel vom FC Girona und Filipe Luís diskutiert, außerdem fällt in diesem Zusammenhang der Name Andoni Iraola. Leverkusen will dabei möglichst rasch Klarheit schaffen.
Sportchef Simon Rolfes machte deutlich, dass der Club an Hjulmands Vertrag bis 2027 festhält, solange nichts anderes bekanntgegeben wird. „Kasper hat einen Vertrag, deswegen müsste ich was verkünden, wenn es etwas anderes gäbe“, sagte Rolfes. Zugleich betonte er: „Wir wollen in möglichst vielen Sachen so schnell wie möglich Klarheit haben.“
Hjulmand selbst verweist auf seine laufende Vereinbarung und vermeidet jede Spekulation über Gespräche mit der Clubführung. „Ich habe einen Vertrag für nächste Saison. Darauf bin ich fokussiert“, sagte er. Und weiter: „Was ich mit Simon spreche, das ist zwischen uns. Es ist nicht meine Aufgabe zu spekulieren.“
Genau darin liegt der offene Punkt dieser Planung: Leverkusen arbeitet bereits an Alternativen, obwohl der Trainer formal noch gebunden ist. Ob der Club am Ende auf einen neuen Namen setzt oder Hjulmand bleibt, dürfte damit zu einer der zentralen Entscheidungen dieses Sommers werden.

