Lesen: Martin Brambach reagiert auf MDR-Pause für „Tatort Dresden“ und „Polizeiruf“

Martin Brambach reagiert auf MDR-Pause für „Tatort Dresden“ und „Polizeiruf“

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und sind nach der Ankündigung des MDR noch immer bestürzt: Der Sender will neue Folgen von „“ und „“ aus Magdeburg für drei Jahre aussetzen. Bereits fertig produzierte oder vertraglich vereinbarte Folgen sollen in den kommenden Jahren dennoch gesendet werden.

„Wir sind immer noch bestürzt über die Meldung des MDR, den ‚Tatort Dresden‘ und den ‚Polizeiruf Magdeburg‘ in den nächsten 3 Jahren nicht mehr finanzieren zu können“, sagten die beiden Darsteller, die in dem Dresdner „Tatort“ Leonie Winkler und Peter Michael Schnabel spielen. Der MDR begründet den Schritt mit seiner angespannten Finanzlage. Als wesentlichen Grund nennt der Sender auch die seit dem Beginn von 2025 noch nicht umgesetzte Erhöhung des Rundfunkbeitrags.

Für die Produktionen geht es um mehr als neue Drehbücher und neue Fälle. Brambach und Gröschel halten Filmproduktion nicht für etwas, das man einfach an- und ausschalten könne. Wenn drei Jahre lang nicht produziert werde, gingen lang aufgebaute Strukturen kaputt, sagten sie. Menschen vor und hinter der Kamera müssten sich dann ebenso wie die Schauspielerinnen und Schauspieler um andere Projekte bemühen, um ihre Miete zu zahlen.

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Die beiden verbinden den Einschnitt auch mit einer politischen und wirtschaftlichen Debatte über Ostdeutschland. Nach ihrer Darstellung fließen 70 Prozent des Produktionsbudgets direkt in die Region. Die Entscheidung könne nach Angaben der bis zu 1000 Jobs kosten. „Aber vor allem, und das ist das Wichtigste, kann uns im Moment leider niemand versprechen, dass in 3 Jahren genug Geld da ist, um weiterzumachen“, sagten sie. Die Lage werde absehbar wohl auch nicht einfacher.

Genau darin liegt die eigentliche Bruchstelle dieses Beschlusses: Der MDR plant zwar, die Pause mit finanzieller Notwendigkeit zu begründen, doch für die Betroffenen klingt sie nach einem Einschnitt mit ungewissem Ende. Brambach und Gröschel warnten, das könne womöglich das Ende des Dresdner „Tatorts“ und des Magdeburger „Polizeirufs“ bedeuten und ein „äußerst fatales politisches Signal“ senden, falls Ostdeutschland in den beiden erfolgreichsten und beliebtesten deutschen TV-Krimireihen nicht mehr vorkommt.

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