Lesen: Julian Reichelt: Nius schreibt weiter Millionenverluste und braucht frisches Geld

Julian Reichelt: Nius schreibt weiter Millionenverluste und braucht frisches Geld

Veröffentlicht
2 Min. Lesezeit
Anzeige

, das Portal von , hat 2024 erneut tiefrote Zahlen geschrieben. Der im veröffentlichte Jahresabschluss weist für das Jahr einen Verlust von fast 16,2 Millionen Euro aus.

Die Bilanz zeigt zugleich, wie schmal die finanzielle Basis des Unternehmens geblieben ist. Ende 2024 stand ein Gesamtvermögen von gut sieben Millionen Euro in der Bilanz, während sich die seit der Gründung im Herbst 2022 aufgelaufenen Verluste auf 33 Millionen Euro summierten. Schon im ersten kurzen Geschäftsjahr lag das Minus bei 3 Millionen Euro, 2023 folgten 13,8 Millionen Euro.

Besonders deutlich wird der Druck auf das Unternehmen am Kapitalbedarf. , der Gründer des Softwareanbieters , musste nach den vorliegenden Zahlen noch einmal einen zweistelligen Millionenbetrag nachschießen. Bis Ende 2024 waren insgesamt 37,4 Millionen Euro in die Gesellschaft geflossen. Trotz der anhaltenden Verluste gilt Nius nach der Bilanz nicht als überschuldet.

- Advertisement -

Hinter dem Portal steht die Vius SE & Co. KGaA, an der eine Gotthardt-Gesellschaft 87 Prozent hält. Das Unternehmen kaufte 2024 außerdem 75 Prozent am österreichischen Portal und band sich damit noch enger an ein zweites rechtskonservatives Medienprojekt. In der Bilanz tauchen zudem 2,45 Millionen Euro unter den Finanzanlagen auf.

Nius ist seit Juli 2023 mit dem Slogan „Stimme der Mehrheit“ aufgetreten. Im März wurde er zu „Verlässlich. Überparteilich. Populär“ geändert, seit dem 1. Mai fehlt das Wort „Verlässlich“ wieder. Der Wandel fällt in eine Phase, in der das Portal öffentlich auf Reichweite und Seriosität setzt, intern aber weiter auf Geldzufuhr angewiesen bleibt.

Auf Fragen von zum Jahresabschluss reagierte Vius nicht. Das passt zu einem Geschäftsmodell, bei dem die Einnahmen aus Abos nach den vorliegenden Angaben vergleichsweise klein bleiben und die Reichweite auf ein Rekordtief gefallen ist. Für Reichelt und seine Geldgeber heißt das: Das Projekt läuft weiter, aber nur mit Hilfe von außen.

Anzeige
Diesen Artikel teilen