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Königsfamilie in Norwegen: Mette-Marit zeigt sich mit Sauerstoffgerät

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Kronprinzessin zeigte sich am 17. Mai 2026 vor der Residenz Skaugum mit sichtbarer Nasenkanüle und tragbarem Sauerstoffgerät. Beim traditionellen Kinderumzug zum norwegischen Nationalfeiertag musste die 52-Jährige zeitweise auf einem diskret platzierten Stuhl pausieren und unterbrach die Begrüßung der vorbeiziehenden Schulkinder mehrfach.

schrieb, die Kronprinzessin habe dabei „sichtlich mit Mühe“ geatmet. Kronprinz wich am Dienstag nicht von ihrer Seite, und auch das machte deutlich, wie eingeschränkt sie ist: Mette-Marit lebt seit 2018 mit chronischer Lungenfibrose, die damals als einschränkend beschrieben wurde. Dass sie am Feiertag keinen Bunad trug, sondern einen Mantel wählte, begründete das Königshaus mit medizinischen Gründen.

Die Bilder aus Skaugum wurden zum stillen Gegenbild der Feststimmung, die der 17. Mai in Norwegen üblicherweise mit sich bringt. Der Bunad ist die traditionelle Nationaltracht an diesem Tag, und gerade deshalb fiel der Verzicht der Kronprinzessin auf. Vor dem Fest hatte sie öffentlich gemacht, dass eine Lungentransplantation näher rückt. Acht Jahre nach der Diagnose stand sie dennoch auf dem Balkon des Königspalastes in Oslo, mitten in den Monaten voller Schlagzeilen über ihre Gesundheit.

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Dort hielt die königliche Familie die Tradition hoch. Kronprinz Haakon und Prinz begleiteten den Auftritt, und Sverre Magnus trug das Atemgerät seiner Mutter eigenhändig auf den Balkon, bevor er es sorgsam neben ihr abstellte. fing die Szene ein. Es war ein Bild, das zugleich Fürsorge und Routine zeigte, aber auch die Grenzen des öffentlichen Pflichtbewusstseins der Kronprinzessin. Die Belastungen rund um den Prozess gegen ihren Sohn lagen an diesem Tag ebenfalls über allem.

Der Königsfamilie gelang damit ein Auftritt, der die Fassade der Feier nicht zerstörte und doch nichts beschönigte. Der Kommentator nannte es „eine sehr schöne Geste“, dass Sverre Magnus seiner Mutter auf dem Schlossbalkon helfe; früher hätten Adjutanten das Gerät getragen, sagte er, doch es passe vielleicht nicht, dass sie so weit vorn auf dem Balkon stünden. Für Mette-Marit war es ein seltener öffentlicher Moment, der weniger von Glanz als von Durchhaltevermögen geprägt war.

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