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Www: WHO erklärt Ebola-Ausbruch in Uganda und DRC zum Notfall

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Die hat am Sonntag den Ebola-Ausbruch in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo zu einem „public health emergency of international concern“ erklärt. Zugleich versuchen mehrere Länder, einen einzudämmen, der mit einer Kreuzfahrt auf der nach Südamerika in Verbindung gebracht wird.

Für die WHO kommt der Schritt in einer Phase, in der die Organisation seit 2025 unter massivem Finanzdruck steht. hatte schon im Mai 2025 gewarnt, die globale Gesundheit sei ohne ausreichende Spenderunterstützung in ernsthafter Gefahr, und sprach von „the greatest disruption to global health financing in memory“.

Die Zahlen machen den Druck greifbar: Die Vereinigten Staaten zogen sich im Januar 2025 offiziell aus der WHO zurück und hatten zuvor fast ein Fünftel des Budgets getragen. Das Programm-Budget der Organisation für 2026 bis 2027 wurde auf mehr als 6,2 Milliarden Dollar festgelegt, 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Um die Lücke zu schließen, hat die WHO ihre Finanzplanung überarbeitet und einige ihrer wichtigen Programme zurückgefahren.

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Bei dem Ebola-Ausbruch in Uganda und im Kongo hat die WHO nach eigenen Angaben Experten, persönliche Schutzausrüstung, Laborkapazitäten und Notfallmittel entsandt. Zudem koordiniert sie die regionale Vorsorge. Die Sorge ist dabei nicht nur die unmittelbare Verbreitung des Virus, sondern auch die Frage, wie viel internationale Reaktionsfähigkeit überhaupt noch übrig ist, wenn die Mittel weiter schrumpfen.

Diese Schwäche zeigt sich auch anderswo. sagte, Mittelkürzungen bei der WHO hätten die Krankheitsüberwachung direkt geschwächt und damit auch die Bereitschaft und Vorbereitung auf wirksame Antworten auf Epidemien und Pandemien beeinträchtigt. Genau diese Überwachung ist bei dem Hantavirus-Ausbruch rund um die MV Hondius entscheidend gewesen, weil Passagiere und Besatzung aus mehr als 20 Ländern eine koordinierte medizinische Nachverfolgung, Kontaktverfolgung, Evakuierung und Gesundheitsberatung über Grenzen hinweg brauchten.

Der Fall macht deutlich, worum es bei der Finanzkrise der WHO inzwischen geht: nicht um Buchhaltung, sondern um Tempo, Reichweite und frühe Warnsignale. Wenn die Organisation bei Ausbrüchen gleichzeitig sparen und reagieren muss, wird jede neue Infektion teurer zu stoppen. Der Ebola-Ausbruch ist deshalb auch ein Test dafür, ob die internationale Gesundheitsarchitektur noch trägt, wenn sie am dringendsten gebraucht wird.

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