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Ford Of Europe plant Rückkehr zur Masse mit neuem E-Modell und Fiesta-Hoffnung

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will in Europa wieder stärker in den Massenmarkt zurück. Der Konzern kündigte sieben neue Modelle an, darunter drei reine Elektrofahrzeuge und einen kleinen elektrischen Hatchback, der in der Branche bereits als möglicher „electric Fiesta“ gehandelt wird.

sagte dem, er habe „nothing to share today“, fügte aber hinzu, er könne versichern, dass es für ihn „no doubt“ gebe und dass es „news to share in the future“ zum Fiesta-Namen geben werde. Für viele klingt das wie mehr als nur ein beiläufiger Satz, denn der Fiesta prägte Ford 47 Jahre lang, bis das Modell 2023 eingestellt wurde.

Die Neuaufstellung markiert eine sichtbare Wende für . Noch vor wenigen Jahren hatte der Hersteller den Mondeo und den Fiesta in den frühen 2020er-Jahren aus dem Programm genommen und sich von günstigen Alltagsautos entfernt, während höherpreisige Modelle stärker in den Mittelpunkt rückten. Parallel setzte Ford sich das Ziel, bis 2030 ein reiner Elektrohersteller zu werden.

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Doch der Markt drehte sich anders. 2024 kündigte Ford in Europa Tausende Stellenstreichungen an und verwies auf schwache Nachfrage nach Elektroautos sowie den Druck durch chinesische Marken. Jetzt versucht der Konzern, Investitionen in E-Autos mit einer breiteren Produktpalette zu verbinden, statt alles auf einen schnellen Vollumschwung zu setzen.

Zu den sieben neuen Modellen gehören neben dem kleinen E-Hatchback zwei weitere vollelektrische Fahrzeuge: ein kleiner SUV und ein Elektrotransporter namens Transit City. Die übrigen Modelle sollen Multi-Energy-Fahrzeuge sein, also Fahrzeuge, die mit unterschiedlichen Antrieben gebaut werden können, darunter verschiedene Hybridformen. Ford setzt damit nicht mehr nur auf ein einziges technisches Szenario, sondern auf mehrere parallel.

Genau darin liegt der Bruch mit der jüngsten Strategie. Ford hatte sich lange auf einen vollelektrischen Kurs festgelegt, drängt nun aber zugleich darauf, dass Gesetzgeber in Brüssel und London Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerung als Teil eines „practical pathway“ zu einer elektrischen Zukunft unterstützen. Der Konzern will also weiter Richtung Elektromobilität, aber nicht mehr so eng, dass günstige Übergangslösungen keinen Platz haben.

Baumbick brachte diese Verschiebung auf die Formel, die derzeit in der Autoindustrie viele umtreibt: Die Branche sei stark auf Elektrifizierung fixiert gewesen, sagte er, „but the reality is customers, real people are getting lost in the middle of this“. Genau dort setzt Ford nun an. Die neuen Modelle zeigen, dass der Konzern in Europa wieder in ein Segment zurückwill, das lange sein Geschäft getragen hat: erschwingliche Autos für breite Käuferschichten.

Ob der neue elektrische Kleinwagen tatsächlich den Namen Fiesta zurückbringt, ließ Ford offen. Aber die Richtung ist klarer als die Antwort: Nach Jahren des Rückzugs und der Selbstkorrektur sucht Ford of Europe wieder die Nähe zu dem Markt, den der Fiesta einst über fast ein halbes Jahrhundert definiert hat.

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