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Kernkraftwerk Barakah: Feuer nach Drohnenangriff, Betrieb läuft weiter

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Bei einem ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben des Medienbüros der Hauptstadt fing ein Stromgenerator der Anlage in der Wüstenregion westlich von Abu Dhabi Feuer, ohne dass die Sicherheit des Standorts gefährdet worden sei.

Das Medienbüro teilte mit, der Betrieb laufe normal weiter und es habe keine Verletzten gegeben. Der Vorfall rückt das Kernkraftwerk Barakah erneut in den Mittelpunkt einer Lage, die sich seit Tagen spürbar zuspitzt. Die Anlage ist die wichtigste Stromquelle der Emirate und soll mit ihren vier Reaktoren etwa ein Viertel des landesweiten Strombedarfs decken. Nach Angaben der Betreiber ist Barakah das erste Atomkraftwerk in der arabischen Welt.

Der Verdacht richtete sich schnell gegen den Iran. Seit Ende Februar meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate nahezu 3.000 iranische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern. Der Brand am Kraftwerk steht damit nicht für sich, sondern in einer Serie von Angriffen, die die Sicherheitslage am Golf und darüber hinaus prägen. Die Berichte stellen den Vorfall vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen im Nahen und Mittleren Osten dar.

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Auch politisch wächst der Druck. US-Präsident will am Dienstag eine Lagebesprechung zum Iran einberufen und mit seinen wichtigsten nationalen Sicherheitsberatern die Optionen für militärische Maßnahmen gegen Teheran erörtern. Am Sonntag schrieb er auf Truth Social: „Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben“.

Der Iran wies zugleich einen amerikanischen Fünf-Punkte-Plan zurück, der ihm allein den Betrieb einer Atomanlage erlaubt hätte. Parallel dazu kündigte das britische Verteidigungsministerium an, seine Typhoon-Kampfflugzeuge im Nahen Osten mit neuen, kostengünstigen Raketen speziell zur Drohnenabwehr auszurüsten. Das Waffensystem sei innerhalb weniger Monate von ersten Tests zur Auslieferung in den Nahen Osten gegangen, sagte Staatssekretär mit Blick auf das Ziel, „bei viel geringeren Kosten viel mehr Drohnen abzuschießen“.

Der Brand in Barakah zeigt, wie eng sich die militärische Eskalation inzwischen mit kritischer Infrastruktur verknüpft. Dass die Anlage nach Behördenangaben sicher blieb und normal weiterlief, nimmt der Lage zwar den Schock des Augenblicks, nicht aber die Frage, wie lange solche Ziele in Reichweite bleiben, wenn Drohnen und Raketen weiter unterwegs sind.

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