Lesen: Beck und Bisontis starten bei den Cardinals in eine trennausgestattete Saison

Beck und Bisontis starten bei den Cardinals in eine trennausgestattete Saison

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Die meldeten am Montag in Tempe ihre Veteranen zurück und erhielten zugleich die ersten ausführlichen Einblicke in zwei ihrer jüngsten Zugänge. und sprachen erstmals mit Reportern, zwei Tage nachdem das beendet worden war. Im Kader stehen nun 16 Rookies, darunter sieben Draftees, sieben undrafted Free Agents und zwei Camp-Teilnehmer.

Proctor, ein Defensive Tackle aus der vierten Runde, klang noch wie jemand, der sich in einem neuen Gebäude zurechtfinden muss. „Ich verliere mich manchmal im Gebäude“, sagte er über die Cardinals-Anlage. Für ihn sei der Klubkomplex „wie Weihnachten“, weil es Kaltwasserbecken und Kühlschränke mit allen möglichen Getränken gebe. Das sei nichts, worüber er sich früher habe Gedanken machen müssen.

Der Vergleich passt zu einem Team, das im Draft gezielt in den Linien nachgelegt hat. Arizona nahm Running Back in der ersten Runde und Quarterback in der dritten Runde, dazu Bisontis in der zweiten und Proctor in der vierten. Vor dem Draft hatte der Klub die Trenches bereits als Baustelle erkannt: Die Offense ließ die viertschlechteste Druckrate der Liga zu, die Defense erzeugte Druck nur mit der achtzweitschlechtesten Quote.

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Proctor brachte dafür eine Produktion mit, die seinen Fall erklärt. Laut kam er zuletzt auf eine Druckrate von 13,0 Prozent und neun Sacks. Sein erster Einsatz dürfte vor allem in Passsituationen kommen, wo sein Burst an der Line den Cardinals sofort helfen könnte. Das ist die Art von Detail, die einen Pick in einer langen Umbruchphase sinnvoll wirken lässt.

Bisontis sprach ebenfalls erstmals öffentlich und zeigte, warum Arizona ihn nicht nur als Guard sieht. Schon im Minicamp arbeitete er auf Center, um alle fünf Positionen der Offensive Line zu lernen. Mit übte er Techniken gegen längere Defensive Tackles, weil er mit seinen 31 3/4-Zoll-Armen und einem Profil im 13. Perzentil immer wieder mit Reichweiten-Nachteilen konfrontiert ist. „Wenn etwas schiefgeht, will ich derjenige sein“, sagte er. Auf Bedenken wegen seiner Armlänge antwortete er knapp: „Schaut euch einfach das Tape an.“

Dass Arizona ausgerechnet jetzt beide Neulinge vor die Kameras stellte, hatte auch mit dem Kalender zu tun. Die Veteranen kehrten am Montag zurück, zwei Tage nach dem Ende des Rookie-Minicamps, und damit begann für die Cardinals der eigentliche Übergang von der Lehrzeit in die Sommerarbeit. Das Team hat nach einer Saison mit Problemen in den Linien auf beiden Seiten des Balls wenig Spielraum für Verzögerungen. Genau deshalb wirken Beck, Proctor und Bisontis weniger wie Ergänzungen als wie Bausteine für einen Umbau, der sofort tragen muss.

Die offene Frage ist nicht, ob die Cardinals Bedarf gesehen haben. Das war schon vor dem Draft klar. Entscheidend wird, ob die neuen Jungs die Lücke schneller schließen, als sie sie zunächst sehen. Für Arizona beginnt diese Antwort jetzt, nicht im Herbst.

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