Blake Lively und Justin Baldoni haben ihren Rechtsstreit um It Ends With Us in einer Einigung beendet. Damit entfällt ein Zivilprozess, in dem beide voraussichtlich selbst aussagen sollten.
Die Einigung kam Anfang Mai zustande, die Bedingungen wurden jedoch nicht veröffentlicht. Für Hollywood ist damit ein Konflikt vorbei, der die Branche monatelang beschäftigt hatte und weit über die Produktion des Films hinausreichte. MogazMasr hatte bereits über die Einigung berichtet und zuletzt auch über einen möglichen Millionen-Deal in diesem Zusammenhang.
Im Kern ging es um Vorwürfe aus der Dreharbeit an der Romanverfilmung nach Colleen Hoovers Buch. Lively hatte Baldoni Fehlverhalten während der Produktion vorgeworfen. Baldoni, der den Film inszenierte und auch vor der Kamera zu sehen war, wies die Anschuldigungen zurück. Er konterte mit einer eigenen Klage gegen Lively und ihren Ehemann Ryan Reynolds. Diese Gegenklage über 400 Millionen Dollar wurde 2025 abgewiesen.
Der Fall bekam im April noch einmal neue Bewegung, als ein Bundesrichter in New York mehrere von Livelys Ansprüchen zurückwies, darunter Teile ihrer Vorwürfe wegen sexueller Belästigung. Einige Punkte blieben jedoch bestehen, darunter Vorwürfe der Vergeltung. Genau deshalb war eine Einigung für beide Seiten attraktiver als ein öffentlicher Prozess: Sie vermied eine Bühne, auf der alte Vorwürfe, interne Abläufe und Kommunikationsstrategien noch einmal unter Eid aufgerollt worden wären.
Der Streit wurde längst nicht mehr nur als persönlicher Konflikt gelesen. Er stand auch für die Fragen, die die Unterhaltungsbranche seit Monaten umtreiben: Macht am Set, Arbeitsklima, Imagepflege und die Rolle digitaler Kampagnen. Beide Seiten betonten im Zuge der Einigung respektvolle Arbeitsbedingungen und das Bewusstsein für häusliche Gewalt, ohne den Vertragstext offenzulegen.
Für Lively ist die Einigung auch deshalb bemerkenswert, weil sie den Streit nicht in der Öffentlichkeit zu Ende führen musste. Kurz nach dem Vergleich trat sie bei der Met Gala 2026 mit einem Kleid auf, das Medienberichten zufolge Zeichnungen ihrer Kinder einarbeitete. Reynolds setzte am Muttertag einen persönlichen Gruß ab. Nach monatelangem Lärm ist die juristische Front nun geschlossen. Offene Details gibt es nicht mehr, aber der wichtigste Punkt ist klar: Der Prozess findet nicht statt.

