Lesen: Jeff Bridges und The Dude: Warum „The Big Lebowski“ Kult blieb

Jeff Bridges und The Dude: Warum „The Big Lebowski“ Kult blieb

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ist für viele Zuschauer bis heute untrennbar mit The Dude verbunden. In spielt er Jeffrey „Dude“ Lebowski, einen langhaarigen Spät-Hippie, dessen Leben aus Nichtstun, gelegentlichem Bowling, White Russians und hin und wieder einem Joint besteht.

Genau dieser Müßiggänger wird 1998 in eine Verwechslung gezogen, die sein Leben aus der Spur bringt. Zwei Schuldeneintreiber tauchen in seiner Wohnung auf, urinieren auf seinen Teppich und machen damit den Weg frei für einen Gang zu seinem Namensvetter, dem reichen Jeffrey „Big“ Lebowski, um Ersatz zu verlangen.

Der Moment, an dem aus einer beleidigten Kleinigkeitsfrage ein Kriminalfall wird, ist der Motor des Films. Der wohlhabende Lebowski teilt dem Dude mit, dass seine junge Frau Bunny entführt worden sei. Die Täter werden als Gruppe deutscher Nihilisten beschrieben, und statt eines ruhigen Gesprächs bittet der Millionär seinen Namensvetter, das geforderte Lösegeld zu transportieren.

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Damit beginnt eine Kette aus Fehlentscheidungen, die den Film bis heute trägt. Der Dude holt sich Hilfe bei seinem Freund Walter, einem Vietnamveteranen, der das Geld am liebsten selbst behalten würde. Die Übergabe geht nach einem Streit der beiden Männer schief, später landet ein blutiger Zeh bei ihnen, und ihr Bowlingfreund Donny wird schließlich von Kugeln durchsiebt.

The Big Lebowski ist ein Spielfilm aus den USA und Großbritannien und kam 1998 in die Kinos. und schrieben das Drehbuch, Joel Coen führte Regie, Ethan Coen war als Produzent gelistet. Für die Musik war Carter Burwell verantwortlich, für die Kamera Roger Deakins. Neben Bridges spielten als Walter Sobchak, Steve Buscemi als Donny, Julianne Moore als Maude Lebowski, David Huddleston als Jeffrey „Big“ Lebowski, Tara Reid als Bunny Lebowski, Ben Gazzara als Jackie Treehorn und John Turturro als Jesus Quintana.

Der Film wurde von den Coen-Brüdern als Satire auf Hollywoodkino und die Subkulturen der 1990er Jahre angelegt. Genau daraus ist auch seine Haltbarkeit gewachsen: The Dude und Walter wurden zu Figuren, die für eine ganze Generation von Kinogängern zu Ikonen wurden. Dass die Coens zwei Jahre zuvor schon für das Drehbuch von einen Oscar gewonnen hatten, erhöhte den Erwartungsdruck, aber The Big Lebowski entwickelte sein eigenes, weit eigenwilligeres Nachleben.

Im Kontext einer TV-Vorschau in der erscheint der Film nun erneut als Kulttitel. Dazu passt auch ein angekündigtes Folgeporträt mit dem Titel „Jeff Bridges und 'The Dude' – Coole Aura, später Ruhm“. Der neue Blick auf den Film bestätigt vor allem eines: Die Figur lebt nicht von Tempo oder Heldentum, sondern davon, dass sie sich jeder Ordnung verweigert und gerade deshalb im Gedächtnis bleibt.

Die offene Frage war nie, ob The Dude den Fall löst. Entscheidend ist, dass er überhaupt hineingezogen wird. Genau darin liegt bis heute die Kraft von The Big Lebowski: Ein Mann, der nichts will, wird zum Zentrum eines Chaos, das größer ist als er selbst.

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