Lesen: Bärbel Bas sagt im Bundestag das Offensichtliche — und genau das zählt

Bärbel Bas sagt im Bundestag das Offensichtliche — und genau das zählt

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hat im Bundestag bei der gesagt, dass es keine Einwanderung in die Sozialsysteme gebe. Die Arbeitsministerin stellte damit etwas klar, das in der politischen Debatte oft verdreht wird, und sie tat es an einem Tag, an dem ihre Worte weit über den Plenarsaal hinaus Wirkung entfalten.

Dass Bas das so offen sagt, ist nicht nebensächlich. Sie hat schon mehrfach gezeigt, dass sie weiß, was zu tun wäre, um Deutschland aus der Krise zu führen. Und doch gehört sie zu jener schwarz-roten Koalition, in der mehrere Politiker Dinge tun, obwohl sie es besser wissen. Genau darin liegt das politische Problem dieses Auftritts: Die Erkenntnis ist da, der Wille zur Konsequenz bleibt oft aus.

Der Satz fiel nicht im luftleeren Raum. In Sachsen-Anhalt liegt die AfD derzeit bei mehr als 40 Prozent. Nach Recherchen der F.A.S. bereitet sich die Partei dort auf eine Einparteienregierung vor und plant, die staatliche Verwaltung unter ihre Kontrolle zu bringen. Das macht jede Debatte über Migration, Sozialstaat und staatliche Handlungsfähigkeit sofort brisanter, weil sie längst nicht mehr nur um Worte geführt wird.

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Bas steht damit für einen seltenen politischen Moment: Eine Ministerin benennt einen Kernpunkt der Realität klar, während der Druck von rechts wächst und die Gegenseite längst an der Machtübernahme arbeitet. Die Frage ist deshalb nicht, ob ihre Diagnose stimmt. Sie stimmt. Entscheidend ist, ob die Koalition aus dieser Einsicht endlich auch Politik macht.

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