Der LASK steht am Sonntag in der Generali-Arena vor dem größten Spiel seiner jüngeren Klubgeschichte. Ein Punkt bei Austria Wien am 17. Mai um 14:30 Uhr würde reichen, um den ersten Meistertitel seit 1965 zu sichern.
Die Linzer reisen mit Rückenwind an. In dieser Bundesliga-Saison blieb der LASK gegen Austria Wien ungeschlagen, und auch in den Meistergruppen-Duellen gab es für die Wiener gegen das Team von Dietmar Kühbauer keinen Sieg. Unter Kühbauer hat LASK im Vergleichszeitraum mehr Spiele gewonnen als jede andere Mannschaft.
Für Austria Wien ist die Ausgangslage zusätzlich erschwert, weil Aleksandar Dragović fehlt. Ohne den Abwehrchef verlor Austria in dieser Saison alle drei Bundesliga-Spiele, was die Aufgabe gegen den Tabellenführer noch schwerer macht. Genau deshalb liegt der Druck nicht nur in Wien, sondern auch auf den anderen Plätzen des letzten Spieltags.
Sturm Graz hält sich nur noch mit einem schmalen Rest an Titelhoffnung im Rennen. Die Steirer brauchen einen Heimsieg gegen Rapid und gleichzeitig Schützenhilfe von Austria Wien gegen den LASK. Diese Konstellation macht den Saisonabschluss zu einem Wochenende, an dem Meisterschaft und Abstiegsfragen parallel entschieden werden.
Schon am Samstag, 16. Mai, richtet sich der Blick nach Linz, wo Blau-Weiß Linz um 17:00 Uhr im Hofmann Personal Stadion auf Grazer AK 1902 trifft. Blau-Weiß liegt drei Punkte hinter dem Gegner und braucht einen Sieg, um den Klassenerhalt zu schaffen. Für Grazer AK wäre eine Niederlage gleichbedeutend mit dem Abstieg.
Auch andernorts ist der Abschluss der ADMIRAL Bundesliga scharf gezogen. Wolfsberger AC hat den Verbleib bereits gesichert und blieb in fünf Bundesliga-Duellen gegen WSG Tirol ungeschlagen. SV Ried kommt mit zwölf Saisonsiegen in die letzte Runde, dem höchsten Wert seit der Ligareform, und gewann die vergangenen zwei Bundesliga-Partien gegen Altach. Die Vorarlberger wiederum sind am letzten Spieltag seit fünf Jahren ungeschlagen.
Am Ende dieses Wochenendes kann der LASK Geschichte schreiben und zugleich ein ganzes Tabellenbild festziehen. Gelingt in Wien ein Punkt, ist der Titel da. Verliert Blau-Weiß in Linz, steht der nächste Absteiger fest. Und genau deshalb hat der letzte Spieltag diesmal nichts von Routine, sondern alles von Entscheidung.

