Lesen: Esc Gewinner: Warum nur wenige Sieger nach dem Sieg groß wurden

Esc Gewinner: Warum nur wenige Sieger nach dem Sieg groß wurden

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, bekannt als JJ, hat im vergangenen Jahr den mit „Wasted Love“ gewonnen. Doch stärker als sein Siegersong machten ihn seine israelkritischen Aussagen zum Thema.

Dass ein ESC-Triumph nicht automatisch eine große Karriere nach sich zieht, zeigt die Liste der Ausnahmen, nicht die der Regeln. gewann 1980 mit „What’s Another Year“ und 1987 erneut mit „Hold Me Now“ und gehört zu den nur zwei Künstlern, die den Wettbewerb zweimal gewonnen haben; ist die andere, mit Siegen 2012 für „Euphoria“ und 2023 für „Tattoo“. Selbst sie blieb danach nicht nur im Glanz des ESC stehen: Loreen veröffentlichte 2013 „My Heart Is Refusing Me“, während ihre Single „We Got The Power“ in Irland nur Platz 98 erreichte.

Die Erfolgsfälle reichen weiter zurück. gewann 1965 mit „Poupee de cire, poupee de son“ und wurde später zu einer der erfolgreichsten Künstlerinnen in Frankreich; auch in Deutschland war sie mit „Links vom Rhein und rechts vom Rhein“ und „Ein bisschen Goethe, ein bisschen Bonaparte“ präsent, bevor 1987 mit „Ella, elle l'a“ ein weiterer Welthit folgte. holte 1967 mit „Puppet On A String“ den Sieg, hatte aber schon vorher mit „(There's) Always Something There to Remind Me“ einen Hit und beendete ihre Karriere 1971 vorübergehend nach der Geburt ihrer Tochter.

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Genau darin liegt der Maßstab für den Wettbewerb: Die meisten Gewinnerinnen und Gewinner bleiben mit einem einzigen Abend verbunden. Namen wie Teddy Scholten, Anne-Marie David, Herreys, Niamh Kavanagh und Ell & Nikki tauchen in Rückblicken zwar auf, sind aber weit weniger breit im Gedächtnis verankert als Logan, Loreen, Gall oder Shaw. Selbst bei Logan und Loreen zeigt sich, wie schwer es ist, den Eurovision-Moment in dauerhafte Chartkraft zu übersetzen. Logans letztes Studioalbum „It Is What It Is“ erschien 2017 und verfehlte die europäische Top 100, Loreens neues Album „Wildfires“ war für den 27. März angekündigt; die Singles „Feels Like Heaven“, „Wildfire“ und „Coming Close“ kamen nicht in die Charts.

JJ steht damit in einer langen Reihe von Siegern, deren Name sofort mit dem ESC verbunden ist, deren musikalischer Nachhall aber nicht selbstverständlich folgt. Der Wettbewerb kann einen Künstler an die Spitze bringen; die Karriere danach muss sich jeder selbst zurückholen.

Mehr zum Streit um Israels Teilnahme beim nächsten Wettbewerb: Esc Gewinner 2025: Slowenien boykottiert den Contest wegen Israels Teilnahme.

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