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Nicole Sängerin warnt: ESC entfernt sich immer stärker vom Lied

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Sängerin sieht den heute mit wachsender Skepsis. Die Sängerin, die vor 44 Jahren mit „“ den ersten ESC-Sieg für Deutschland holte, sagt, sie verfolge den Wettbewerb zuhause, wenn sie zu Hause sei, und habe von Jahr zu Jahr größere Sorgenfalten.

Für Nicole hat sich der ESC spürbar von seiner ursprünglichen Idee entfernt. Das Lied trete immer weiter in den Hintergrund, sagt sie, inzwischen überwiege die Show. Eigentlich, so ihre Spitze, müsste man den Wettbewerb in „Eurovision Show Contest“ umbenennen. Sie findet es zwar positiv, dass auch weniger bekannte Künstler die große Bühne für sich nutzen können, doch der Kern des Formats sei für sie verloren gegangen.

Die 60 Jahre alte Sängerin misst dem Song Wettbewerb deshalb nicht weniger, sondern anders bei. Von 70 Gewinnern erinnere sie sich nur an etwa zehn, darunter , , sowie . Die Siegerlieder der vergangenen Jahre könne sie dagegen nicht mehr mitsingen. Für sie zeigt das vor allem eines: Songs brauchen Größe und Tiefe, um im Gedächtnis zu bleiben. Genau deshalb habe „Ein bisschen Frieden“ nach 44 Jahren nichts von seiner Relevanz eingebüßt.

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Nicole blickt damit nicht nur auf ihre eigene Karriere zurück, sondern auch auf einen ESC, der immer häufiger wegen Boykottdebatten und politischer Spannungen in der Kritik steht. Sie sieht diese Entwicklung mit Sorge, weil sie den Wettbewerb weiter von dem entfernt, was ihn einst ausmachte: ein Lied, das trägt, nicht eine Show, die überdeckt. Im Rückblick auf ihr 17-jähriges Ich formuliert sie es am klarsten: Wenn heute eine 17-jährige Nicole mit weißer Gitarre und diesem Lied in Wien auftreten würde, würde es aus ihrer Sicht wieder gewinnen.

Damit ist ihre Botschaft eindeutig. Der ESC fasziniert sie noch immer, aber für seinen Fortbestand zählt nach ihrer Ansicht nicht die aufwendigste Inszenierung, sondern wieder stärker das Lied selbst.

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