Lesen: Niemcy verstärken Handel mit Osteuropa, Polen überholt China als Absatzmarkt

Niemcy verstärken Handel mit Osteuropa, Polen überholt China als Absatzmarkt

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Der Handel der mit Osteuropa ist im ersten Quartal 2026 erneut kräftig gewachsen. Von Januar bis März legte der Austausch mit 29 Staaten der Region um 3,5 Prozent im Jahresvergleich auf 141 Milliarden Euro zu.

Besonders deutlich zeigt sich die Verschiebung in Polen: Das Land ist nun der viertgrößte Absatzmarkt für deutsche Waren und hat China überholt. sagte dazu, Polen festige seine Position als viertgrößter Markt für Niemcy und ziehe an China vorbei.

Für deutsche Exporteure ist das mehr als eine Randnotiz. Während die gesamten Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten und China im selben Zeitraum auf 122 Milliarden Euro kamen, erreichten die deutschen Ausfuhren nach Mittel- und Osteuropa sowie Zentralasien 75,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Die Einfuhren aus der Region stiegen ebenfalls, wenn auch langsamer, auf 65,8 Milliarden Euro und damit um 1,4 Prozent.

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Haussmann beschrieb den Jahresauftakt im Osten als dynamisch und sagte, der deutsche Handel mit den Staaten der Region habe 2026 mit viel Schwung begonnen. Die Zahlen zeigen, wie stark sich der Schwerpunkt verschiebt: Der Export deutscher Waren in die vier größten Märkte der Region, also nach Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien, legte in den ersten drei Monaten um fast 4 Milliarden Euro zu.

Der Vergleich macht die Entwicklung noch deutlicher. In der Summe kamen die Handelsströme mit den 29 Staaten Osteuropas und Zentralasiens auf mehr als die Geschäfte Deutschlands mit zwei der größten Weltwirtschaften, den USA und China. Haussmann brachte es auf den Punkt: Ohne Osteuropa wäre der deutsche Außenhandel deutlich schwächer.

Gleichzeitig bleibt die Lage nicht überall gleich. Die deutschen Exporte in die Ukraine gingen zurück. Das schmälert den Aufwärtstrend in der Region nicht, zeigt aber, dass der Zuwachs vor allem von den größeren Märkten getragen wird.

Für Ungarn stellt die Entwicklung eine Rückkehr in einen bekannten Rhythmus dar. Haussmann verwies darauf, dass die Länder der Region wieder auf einen Pfad einbiegen könnten, der nach dem so großen Erfolg gebracht habe. Für Niemcy ist das ein Signal, dass der nächste Schub im Außenhandel nicht nur aus den klassischen Westmärkten kommen muss, sondern zunehmend aus dem Osten kommt.

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