Nicolas Höfler beendet nach dieser Saison seine aktive Laufbahn beim SC Freiburg. Der 36-Jährige kündigte seine Entscheidung am 13. Mai 2026 in einem Klubvideo an.
„Ich habe eine lange Reise hinter mir. Es war eine geile Zeit mit vielen, schönen, emotionalen Momenten, die ich erlebt habe“, sagte Höfler. Und er machte klar, dass der Abschied vom Rasen kein Abschied vom Verein ist: „Das ist jetzt vorbei. Es fängt ein neues Kapitel an ab dem Sommer. Das Schöne ist, dass ich weiter im Verein etwas machen darf.“ Welche Funktion das sein wird, will der SC Freiburg in den kommenden Wochen mitteilen.
Für Freiburg endet damit die Karriere eines Spielers, der den Verein über 21 Jahre begleitet hat. Höfler kommt auf 381 Einsätze und elf Tore für die erste Mannschaft. Unter Christian Streich zählte er über Jahre zu den festen Größen im Team, zuletzt setzte Trainer Julian Schuster den Mittelfeldspieler aber seltener ein. Der Wechsel auf der Bank hat damit auch die Rolle eines Mannes verändert, der lange als verlässlicher Taktgeber galt.
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Freiburg vor zwei Spielen von besonderem Gewicht steht. Am Samstag geht es im letzten Bundesligaspiel der Saison gegen RB Leipzig, Anpfiff ist um 15.30 Uhr. Am Mittwoch folgt dann in Istanbul um 21.00 Uhr das Europa-League-Finale gegen Aston Villa, einen siebenmaligen englischen Meister. Für den Klub ist es das erste Endspiel in diesem Wettbewerb, und Höfler erlebt es noch einmal als Teil des Kaders.
Gerade dieser Übergang macht die Nachricht bemerkenswert. Während Freiburg sportlich auf der größten europäischen Bühne seiner Vereinsgeschichte steht, verabschiedet sich einer der prägenden Spieler der jüngeren Klubgeschichte aus dem aktiven Fußball. Er bleibt dem SC Freiburg zwar erhalten, doch seine Zukunft liegt künftig abseits des Platzes. Für den Verein ist das auch eine Frage der Kontinuität: Ein langjähriger Leistungsträger geht, bleibt aber in anderer Rolle an Bord.
Höfler selbst hat die Entwicklung nüchtern eingeordnet. Die aktive Karriere endet, aber sein Weg im Klub nicht. Was genau er von Sommer an für Freiburg tun wird, soll in den nächsten Wochen öffentlich werden.

