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Wien vor der ESC-Party: Warum die Stadt die Stadthalle ablösen will

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Mehr als 10.000 Fans werden am Samstag zum Finale des in der Wiener Stadthalle erwartet, und genau dort zeigt sich, warum Wien seit Jahren über eine neue große Halle spricht. Die Stadthalle ist die größte Veranstaltungshalle Österreichs, aber für heutige Top-Acts und Großereignisse an ihrer Grenze.

Die Wiener Stadthalle wurde 1962 eröffnet und bietet maximal 16.000 Besucherinnen und Besuchern Platz. Für das ESC-Finale reicht das noch aus, doch die Stadtregierung hatte schon vor Jahren beschlossen, in St. Marx im dritten Bezirk eine neue Halle zu bauen. Das Projekt heißt Arena und soll 20.000 Menschen fassen, dazu Konzerte, Sportveranstaltungen und Shows aufnehmen.

Wien wollte das Vorhaben zunächst aus eigener Kraft umsetzen. Ein Bericht des Wiener Rechnungshofs kam jedoch zu dem Schluss, dass sich die Kosten im schlimmsten Fall auf 750 Millionen Euro verdreifachen könnten. Danach suchte die Stadt einen strategischen Partner für Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb der Arena. Den Zuschlag erhielt , die britische Tochter der US-amerikanischen . Ein Vertreter von OVG Bristol sagte damals auch, sei an dem Projekt beteiligt.

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Dann kam der Rückschlag: Der Zuschlag an OVG Bristol wurde 2023 wegen eines Vergabefehlers aufgehoben. Seitdem verhandelt die Stadt mit , dem Zweitplatzierten im Auswahlverfahren. Für Wien ist das mehr als ein politisches Detail. Die Arena ist als Ersatz für eine Stadthalle gedacht, die als alt und wegen des Denkmalschutzes schwer zu modernisieren gilt.

Der Plan für St. Marx reicht weit zurück. 2019 wurde der Standort als Ort für die geplante Veranstaltungshalle vorgestellt und als „architektonische Landmark“ beschrieben, im Januar 2020 begann der Architekturwettbewerb. Eigentlich sollte die neue Halle Anfang 2025 öffnen, doch dieser Zeitplan ist längst überholt. Während in der Stadthalle an diesem Samstag der ESC läuft, wird zugleich sichtbar, wie sehr Wien auf eine größere Bühne für künftige Großevents angewiesen ist.

Die Antwort auf die Frage, ob die Stadt diese Bühne bekommt, liegt nun bei den laufenden Verhandlungen mit CTS Eventim. Der ESC-Abend in der Stadthalle ist deshalb nicht nur ein Showfinale, sondern auch ein Testlauf für das, was Wien in Zukunft braucht.

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