In den höchsten Lagen des Sauerlands hat es am Dienstagmorgen noch einmal geschneit. Die stärksten Schnee- und Schneeregenschauer fielen im östlichen Hochsauerlandkreis, rund um den Rhein-Weser-Turm lag der Boden zumindest leicht unter Schnee.
Das ist für Mitte Mai mehr als nur ein kurzer Rückfall in den Winter. Die Wetterlage trifft die Region ausgerechnet in den Tagen rund um Christi Himmelfahrt, an denen viele mit einem ersten echten Frühlingsgefühl gerechnet hatten. Stattdessen blieb der Kreis Olpe am Donnerstag weiter schaueranfällig und sehr kühl.
Am Mittwoch soll es zunächst etwas ruhiger werden. Bis zum Nachmittag werden die Schauer nach den Prognosen etwas nachlassen, später aber wieder zulegen. Die Höchstwerte liegen dann bei etwa 10 Grad. Für Christi Himmelfahrt selbst gelten mehr als 6 Grad auf den Bergen und 10 oder 11 Grad entlang der Lenne als kaum erreichbar. Damit bleibt der Feiertag klar auf der kalten Seite des Mai.
Erst ab Freitag, dem 15. Mai, soll es leicht freundlicher werden. Dann werden weniger Schauer erwartet, in der Nacht nimmt die Niederschlagsneigung ab, es kann vorübergehend aufklaren, und am Boden besteht erneut Frostgefahr. Wer nachts unterwegs ist oder empfindliche Pflanzen draußen hat, muss also weiter aufpassen. Die deutliche Entspannung kommt nicht schlagartig, sondern in kleinen Schritten.
Auch das Wochenende bringt noch keinen Frühsommer. Am Samstag soll die Sonne etwa 5 Stunden scheinen, am Sonntag etwa 7 Stunden. Die Höchstwerte liegen dann zwischen 10 und 14 Grad. Das reicht für ein paar freundlichere Stunden, aber nicht für Wärme, die den Namen verdient. Mehr als 15 Grad werden bis Sonntag, den 17. Mai, nicht erwartet.
Damit ist die kalte Phase zwar am Tiefpunkt angekommen, doch der Übergang in milderes Wetter bleibt zögerlich. Die Serie aus Schauern, örtlichen Gewittern und niedrigen Temperaturen prägt das Sauerland weiter, bevor sich das Bild in der neuen Woche spürbar dreht. Von Mittwoch an werden entlang der Lenne, der Bigge und ihrer Zuflüsse rund 20 Grad oder etwas mehr erwartet. Für Winterberg und die Hochlagen bedeutet das: Der Wintergruß vom Dienstag ist nur noch ein Nachhall, die eigentliche Wende kommt aber erst Tage später.

