Max Holzer und Khalid Taha steigen am 16. Mai um 17.30 Uhr im Hauptkampf von Oktagon in Hannover gegeneinander in den Käfig. Das Federgewichtsduell wird live auf RTL+ übertragen und kommt nach einer langen Vorgeschichte aus Ausfällen, Online-Sticheleien und offenen Drohungen endlich zustande.
Der Kampf war schon einmal für September 2025 angesetzt, fiel aber aus, nachdem Holzer gesundheitliche Probleme hatte. Anfang April wurde das Duell neu terminiert, doch statt Ruhe folgte weiterer Zoff: Bei einem virtuellen Face-off auf YouTube überzogen sich beide mit Vorwürfen, Beleidigungen und Drohungen. Holzer versuchte dabei, Taha vor dem Termin als homosexuell darzustellen, ließ T-Shirts mit Regenbogenflaggen drucken und trieb die Provokation damit weiter an.
Der von Oktagon eingesetzte Moderator bekam die beiden dabei kaum gebändigt. Taha reagierte mit der Ansage, er werde Holzer im Hotel im Zweifel den Kiefer brechen. Dass es nicht nur bei Worten blieb, zeigte auch die Vorsicht rund um den Termin: Beim offiziellen Wiegen am Vortag wurde die Security erneut verstärkt.
Ausgerechnet dort blieb es dann auffallend ruhig. Beide Kämpfer verzichteten auf weitere verbale Angriffe, obwohl die Rivalität längst den Charakter eines Grollkampfs angenommen hat. Taha sagte, Holzer habe bislang noch keine Grenze überschritten, weil er weder Religion noch Familie in seine Attacken einbezogen habe.
Für den 34 Jahre alten Dortmunder und den 24 Jahre alten Hannoveraner geht es damit nicht nur um einen Sieg über drei Runden, sondern auch darum, wer nach Monaten des öffentlichen Schlagabtauschs die Nerven behält. Der Kampf ist das Ergebnis einer Eskalation, die nach der ersten Absage online immer weiter angeheizt wurde und nun in Hannover erstmals im Ring geklärt werden soll.

