Helene Fischer hat am Mittwoch in Dresden ihre "360°"-Stadiontour eröffnet und im Rudolf-Harbig-Stadion vor rund 35.000 Fans gespielt. Es war ihr erster großer Stadionauftakt nach einer Tourpause von fast drei Jahren.
Warum der Abend gerade jetzt so viel Aufmerksamkeit bekam, lag nicht nur an der Größe des Publikums. Fischer kam in einem roten Leder-Outfit mit Fransen auf die Bühne, sang "Atemlos durch die Nacht", "Herzbeben" und "Null auf 100" und machte daraus einen Auftritt, der sofort als Rückkehr in den großen Tourbetrieb gelesen wurde. In ihrer Ansprache sagte die 41-Jährige, sie wäre nach 20 Jahren Stadionerfahrung nicht dort, wenn die Fans nicht da wären.
Den meistgeteilten Moment lieferte Thomas Seitel. Er gab Fischer vor dem gemeinsamen Flug über die Arena einen zärtlichen Handkuss, danach kreisten die beiden über dem Publikum. Die romantischen Szenen verbreiteten sich rasch in den sozialen Medien und gaben dem Auftakt genau den Effekt, der ein Stadionkonzert zur Nachricht macht: Nicht nur die Musik stand im Raum, sondern auch das Bild, das davon blieb.
Dass Dresden überhaupt im Plan stand, war dabei kein Selbstläufer. Die Stadt war erst wegen der hohen Nachfrage aufgenommen worden, und dennoch war der Termin fast ausverkauft. Genau darin liegt die eigentliche Wucht dieses Starts: Die Nachfrage war so groß, dass ein zusätzlicher Halt nötig wurde, bevor die Tour überhaupt richtig begonnen hatte. Ein internes Update zum Hintergrund der Sängerin findet sich hier:
Für Fischer ist Dresden damit der Auftakt zu einer Tour, die bis zum 17. Juli läuft und noch Stationen in Frankfurt, Köln, Berlin, Stuttgart und München sowie in Wien, Zürich und Amsterdam vorsieht. Zusätzliche Konzerte sind auch in Hamburg und Hannover angesetzt. Ob die Tour überall denselben Ansturm auslösen wird wie in Dresden, ist offen; fest steht aber schon jetzt, dass der Start die Größe des Projekts und die Nachfrage dahinter klar sichtbar gemacht hat.

