Lesen: Max Giesinger über GROSSSTADT, Berühmtheit und den Wunsch nach Ruhe

Max Giesinger über GROSSSTADT, Berühmtheit und den Wunsch nach Ruhe

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will nicht „die männliche “ sein. In einem sehr persönlichen Gespräch über seine neue gemeinsame Single „“ mit , bürgerlich , sprach der Sänger über Heimatgefühle, Berühmtsein und die Angst, irgendwann nicht mehr relevant zu sein. Der Song ist ab heute überall verfügbar.

Für Giesinger kommt das Thema nicht aus der Distanz, sondern aus seinem Alltag. Nach Wochen auf Tour schätzt er es, eine Mischung aus Stadt und Rückzug zu haben: Freunde in Hamburg, aber auch Orte, an denen er einfach auf einen Berg schauen oder in einen See springen kann und Ruhe findet. Er sagte, er sei gerade von der Schanze in eine ruhigere Ecke der Stadt gezogen. Früher habe er seine Stammcafés gehabt und sei auf der Straße ständig Menschen begegnet, die er kannte.

Genau diese Sehnsucht nach einer verlässlichen Umgebung zieht sich durch seine Haltung zum Ruhm. Giesinger sagte, er sehne sich manchmal nach seiner alten Bubble zurück. Wenn man so eine Bubble habe, könne man sich überall auf der Welt zuhause fühlen. Das klingt nach einem Gegenentwurf zum Dauerbetrieb des Popgeschäfts, in dem Sichtbarkeit oft mit Bedeutung verwechselt wird. Gleichzeitig macht er keinen Hehl daraus, dass ihn die Frage beschäftigt, wie lange Aufmerksamkeit trägt und was bleibt, wenn sie nachlässt.

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Auch Oimara beschreibt Heimat nicht als Postkartenmotiv, sondern als Arbeit am eigenen Leben. Er sagte, sein eigentliches Landleben existiere kaum, weil er trotz Wohnen auf dem Land selten daheim sei. In der Stadt gebe es viel mehr Menschen und man könne sich trotzdem total allein fühlen; auf dem Land kenne jeder jeden, selbst beim Bäcker oder im Wirtshaus. Beides hat seinen Preis, und genau zwischen diesen Polen bewegt sich „GROSSSTADT“: zwischen Nähe und Überforderung, Rückzug und Bühne.

Wie genau die Zusammenarbeit für den Song zustande kam, bleibt offen. Klar ist aber, dass Giesinger die nächste Pause schon vor sich hat: Nächste Woche will er für vier Tage in den Bergen sein. Für einen Musiker, der zwischen Öffentlichkeit und Normalität balanciert, ist das mehr als ein Ausflug. Es ist die Art von Unterbrechung, die erklärt, warum er zwar in der Stadt lebt, aber nicht in ihr aufgehen will.

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