David Raum und Katharina kennen sich seit September 2016, doch erst 2020 machten sie ihre Beziehung öffentlich. Jetzt rückt ausgerechnet das Private eines Spielers in den Blick, der sich über Jahre als Nationalmannschafts-Leistungsträger und als verlässlicher Stammspieler bei RB Leipzig etabliert hat.
Für Raum ist das Thema gerade deshalb präsent, weil er längst nicht mehr nur als Außenverteidiger wahrgenommen wird. Der 27-Jährige ist bei der DFB-Elf gesetzt, bei RB Leipzig sogar Kapitän, und er selbst spricht offen darüber, dass er eines Tages Vater werden will. Bei einer DFB-Pressekonferenz sagte er über Joshua Kimmich, an dessen Familienleben er sich ein Vorbild nehmen könne, und fügte hinzu: „Ich will auch mal so ein Vater werden.“
Dass Raum heute in dieser Rolle steht, war nicht selbstverständlich. Er begann mit vier Jahren bei Tuspo Nürnberg, wurde 2006 von SpVgg Greuther Fürth entdeckt und lief in seiner ersten Profiperiode zunächst als offensiver Flügelspieler auf. Erst später formte Stefan Leitl ihn zum Linksverteidiger um – ein Positionswechsel, der seine Karriere nicht nur rettete, sondern auch beschleunigte. Vor der Umstellung hatte Raum sogar erwogen, den Profifußball ganz zu verlassen.
Die Veränderung ist auch an den Zahlen zu erkennen. In seiner ersten Saison bei TSG Hoffenheim kam er auf drei Tore und 13 Vorlagen, wechselte im Sommer 2022 für 26 Millionen Euro zu RB Leipzig und wurde dort rasch zur festen Größe. Der Weg dorthin war kurz, aber folgenreich: Sommer 2021 zu Hoffenheim, im September 2021 das DFB-Debüt gegen Armenia in September, ein Jahr später der Schritt nach Leipzig. Dass er zuvor als Offensivspieler galt, macht seine Entwicklung umso bemerkenswerter, weil der Linksverteidiger im modernen Spiel heute nicht nur verteidigen, sondern auch Räume öffnen und Angriffe ankurbeln muss.
Gerade hier liegt die Spannung zwischen öffentlicher Rolle und privatem Leben. Raum und Katharina hielten ihre Beziehung vier Jahre lang aus dem Rampenlicht, obwohl sein Name mit dem Aufstieg bei RB Leipzig und den Aufgaben im DFB-Kader immer größer wurde. Nun ist beides bekannt: der Spieler, der nach seinem Rückzug aus dem Angriffsspiel fast aufgehört hätte, und der Mann, der über Familie spricht, als wäre das längst der nächste feste Bestandteil seines Lebens. Offen bleibt nur, wann aus dem Wunsch nach einem Vaterbild der nächste Schritt wird.
Bis dahin bleibt Raum vor allem das, was er sportlich geworden ist: ein Linksverteidiger, der aus einer ungewöhnlichen Laufbahn kam, und ein Nationalspieler, dessen Privatleben erst spät sichtbar wurde. Wer ihn heute sucht, sucht nicht nur nach seiner Position oder seinem Wechsel zu RB Leipzig, sondern auch nach der Geschichte dahinter – und die beginnt bei einem Anruf, einer langen Anlaufzeit und einer Beziehung, die erst nach Jahren öffentlich wurde.

