Oliver Tree ist bei einem Hubschraubercrash in Rio de Janeiro, Brazil, gestorben. Der Musiker war 32 Jahre alt. Bei der Kollision zweier Helikopter am Sonntagmorgen in Recreio dos Bandeirantes kamen sechs Menschen ums Leben.
Für viele ist der Name Oliver untrennbar mit Liedern wie „Life Goes On“ und „Miss You“ verbunden. Der Sänger, geboren als Oliver Tree Nickell am 29. Juni 1993 in Santa Cruz, California, hatte sich mit einer auffälligen Bühnenfigur, einem markanten Bowl Cut und viralen Videos ein Publikum weit über die Musikszene hinaus aufgebaut. 2016 wurde er auf Vine mit seinem Alter Ego „Turbo“ bekannt, später folgten Verträge mit Atlantic Records und mehrere Alben, darunter „Ugly Is Beautiful“, „Cowboy Tears“, „Alone in a Crowd“ und zuletzt „Love You Madly, Hate You Badly“ im April.
Der Crash traf eine Phase, in der Tree weiter international unterwegs war. Erst am 6. Juni trat er in São Paulo auf, der nächste Termin war für den 1. Juli in Lisbon geplant. Dass ein Musiker mit so kurzer Abfolge von Auftritten nun tot ist, macht die Nachricht zu einem Schock, der weit über die eigentliche Unfallstelle hinausreicht. Auch das Umfeld der anderen Opfer zeigt die Wucht des Absturzes: Unter den Toten waren laut den vorliegenden Angaben der argentinische YouTuber Gaspar Prim sowie Lucas Vignale, Lucas Brito Chaves, Alexandre Souza und Charles Marsillac.
Offen bleibt, warum die beiden Fluggeräte überhaupt zusammenstießen. Nach den bisher bestätigten Angaben ist die Ursache der Kollision noch Gegenstand der Ermittlungen. Klar ist nur die Bilanz: zwei Helikopter, sechs Tote, ein toter Künstler und eine Lücke, die sich mit der traurigen Gewissheit des Sonntags nicht schließen lässt.

