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Schafskälte 2026: DWD warnt vor Gewittern, Hagel und kühler Luft

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Deutschland erlebt zum Wochenstart einen spürbaren Wetterwechsel: Mit der sogenannten Schafskälte ziehen kühlere Luft, Gewitter, Hagel und stürmische Böen auf. Der Deutsche Wetterdienst warnte am Montag vor kräftigen Schauern und Unwettern, die sich von Westen her ausbreiten sollten.

Genau deshalb suchen viele jetzt nach . Das Phänomen steht für eine typische Kaltphase in Mitteleuropa im Juni, meist zwischen dem 4. und 20. Juni, besonders um den 11. Juni herum. Die Warnung ist nicht nur ein Sommer-Vorzeichen, sondern eine konkrete Lage: Am Montagnachmittag waren zunächst einzelne starke Gewitter mit Starkregen, kleinem Hagel und stürmischen Böen erwartet worden, in den Schwarzwalds sogar bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden.

In der Nacht von Montag auf Dienstag sollten sich Schauer und Gewitter weiter nach Osten und Südosten verlagern. Für Dienstag erwartete der Wetterdienst entlang der Alpen teils stundenlangen gewitterbedingten Starkregen. Im nordwestlichen halben Deutschland waren zudem einzelne Gewitter mit Sturmgusten möglich, während die Temperaturen regional deutlich gedämpft blieben: Im Osten konnten noch bis zu 22 Grad erreicht werden, sonst meist nur 15 bis 22 Grad.

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Schafskälte gilt als meteorologische Singularität und hat ihren Namen daher, dass viele Schafe zu dieser Zeit schon geschoren sind und die Kühle dann besonders stark spüren. Der Mechanismus dahinter ist seit Langem beschrieben: Der bereits deutlich erwärmte Boden trifft auf den noch kühlen Nordatlantik, was nordwestliche Kaltluftvorstöße begünstigt. Dass das Muster aber nicht mehr so zuverlässig greift wie früher, gehört zur eigentlichen Reibung dieser Wetterlage.

Der Meteorologe sagte, die statistische Wahrscheinlichkeit der Schafskälte habe zwischen 1921 und 1990 noch bei rund 73 Prozent gelegen, sei in den vergangenen 30 Jahren aber auf etwa ein Drittel gesunken. Die Fachliteratur schreibe diesen Rückgang weitgehend dem Klimawandel zu. Genau deshalb ist nicht sicher, ob die kommenden Juni-Tage alle klassischen Kriterien der Schafskälte vollständig erfüllen werden, auch wenn die Wetterlage das Etikett derzeit nahelegt.

Am Mittwoch sollte es weiter Schauer und Gewitter geben, vor allem im nordwestlichen Deutschland blieb stürmischer Wind nicht ausgeschlossen. Die Höchstwerte wurden dann nur noch zwischen 15 und 21 Grad erwartet, die Tiefstwerte zwischen 10 und 15 Grad. Für den Moment heißt das: Der Frühsommer legt eine Pause ein, und wer draußen unterwegs ist, sollte den Regenschirm nicht als Sommerschmuck missverstehen.

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