Siemens Energy hat in seinem Geschäftsjahr 2025/26 mit einem beschleunigten Aktienrückkauf begonnen. Bis zum 30. September will der Konzern eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro erwerben.
Genau deshalb suchen Anleger und Beschäftigte heute nach Siemens Energy: Der Rückkauf läuft jetzt an, hat ein klares Enddatum und betrifft nicht nur den Kapitalmarkt, sondern auch die Verwendung der Papiere im Unternehmen. Ein Teil der zurückgekauften Aktien soll für Vergütungs- und Mitarbeiterprogramme eingesetzt werden; die übrigen Stücke aus dieser Phase werden eingezogen.
Für den Konzern ist das der nächste Baustein eines größeren Plans. In den zwölf Monaten bis Ende September will Siemens Energy eigene Aktien im Wert von bis zu drei Milliarden Euro zurückkaufen. Das Vorhaben ist Teil eines Gesamtprogramms von sechs Milliarden Euro, das bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027/28 läuft. Der Marktwert des Unternehmens liegt bei knapp 140 Milliarden Euro, und die Aktie ist seit Ende 2023 stark gestiegen.
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt des Rückkaufs. Siemens Energy sagte erst Ende April, das Geschäft laufe derzeit gut; robuste Nachfrage habe zu deutlichen Steigerungen bei Umsatz und Gewinn geführt, außerdem hob der Konzern die Prognose für das Gesamtjahr an. Zugleich erklärte das Unternehmen, der Krieg im Nahen Osten habe sich bislang nur sehr begrenzt auf Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität ausgewirkt. Dass der Konzern nun trotzdem Geld in den Rückkauf von Aktien lenkt, zeigt, wie zuversichtlich er seine Kapitalausstattung einschätzt.
Am Markt fiel die Aktie zuletzt zwar um 0,42 Prozent auf 159,48 Euro im XETRA-Handel. Für die eigentliche Nachricht ändert das wenig: Siemens Energy hat den Rückkauf gestartet, und die entscheidende offene Frage ist nicht ob, sondern wie weit das Unternehmen die erste Milliarde bis zum 30. September noch ausschöpfen wird.

