Jefferies hat das Kursziel für Siemens Energy von 164 auf 215 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Lucas Ferhani sieht damit trotz der bereits kräftigen Erholung noch mehr als 25 Prozent Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau.
Die Aktie startete zwar etwas schwächer in die neue Woche, nachdem sie zum Ende der vergangenen Woche unter der Schwäche bei US-Tech-Werten gelitten hatte. Damit wurde der zunächst erwartete Sprung auf ein neues Jahreshoch erst einmal vertagt. Für den Markt bleibt der neue Ausblick trotzdem ein klares Signal: Siemens Energy wird an der Börse weiter als Titel mit Luft nach oben gesehen.
Ferhanis Argument stützt sich nicht nur auf die Kursentwicklung. Im zweiten Geschäftsjahrquartal übertraf der Auftragseingang im Netzgeschäft und bei Gasturbinen erneut die Erwartungen, und auch im dritten Quartal blieb die Dynamik hoch. Zudem gebe es inzwischen Zeichen der Besserung bei der seit Jahren in der Krise steckenden Windtochter Siemens Gamesa Renewable Energy, sagte Ferhani.
Für Siemens Energy kommt das Urteil in einer Phase, in der der Konzern auf mehreren Ebenen von einer anhaltend hohen Energienachfrage profitiert, die auch von Megatrends wie Künstlicher Intelligenz angetrieben wird. Das Unternehmen sagt, es sei entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Energietechnologie und Dienstleistungen aktiv. Das Geschäftsjahr läuft bis Ende September; seit dem Geschäftsjahr 2025 zahlt Siemens Energy einmal im Jahr eine Dividende.
Für Anleger bleibt damit vor allem die Frage, ob die gute Auftragslage und die vorsichtigen Fortschritte bei Siemens Gamesa ausreichen, um den nächsten Anlauf auf ein neues Hoch diesmal durchzubringen. Das Votum von Jefferies spricht dafür, dass der Markt diese Antwort eher in Monaten als in Jahren suchen wird.

