Lesen: Europäische Zentralbank hebt Zinsen erstmals seit September 2023 an

Europäische Zentralbank hebt Zinsen erstmals seit September 2023 an

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Die hat am Donnerstag ihre Zinssätze erstmals seit September 2023 angehoben. Der maßgebliche Einlagenzins steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent. Damit setzt die Notenbank nach Monaten ohne Bewegung wieder ein Signal, dass sie auf den jüngsten Preisanstieg im Euroraum reagieren will.

Die Teuerung lag im Mai laut einer Schnellschätzung von bei 3,2 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit Oktober 2023. Für die Märkte und für Sparer ist das heute relevant, weil die Entscheidung den Preis des Geldes im Euroraum unmittelbar verändert und zeigt, dass die Europäische Zentralbank den Kampf gegen die Inflation noch nicht für beendet hält. Die Notenbank begründete den Schritt damit, dass durch die Folgen des Konflikts im Nahen Osten neuerlich Druck auf die Inflation entstanden sei.

Gleichzeitig räumte die EZB ein, dass die Lage unsicher bleibt. Sie sieht Aufwärtsrisiken für die Inflation, aber auch Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum. Genau an diesem Punkt liegt der Konflikt, der die Entscheidung begleitet: Während die Teuerung wieder anzieht, warnten mehrere Experten zugleich vor Schwäche in der Konjunktur und vor weiteren Zinsschritten, die nur begrenzt sinnvoll erscheinen. Die Notenbank selbst verwies darauf, dass die Gesamtfolgen des Krieges für Inflation und Wachstum in der mittleren Frist von der Intensität und Dauer des Energiepreisschocks sowie von indirekten Effekten und Zweitrundeneffekten abhängen.

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nannte die Erhöhung alternativlos. Er warnte, ohne den Schritt könnten Zweifel an der Glaubwürdigkeit der EZB entstehen und Inflationserwartungen beflügelt werden. Zugleich sieht er für September zwar eine weitere Zinserhöhung, hält aber ein Vorgehen mit Bedacht für das wahrscheinlichste Szenario. von Pimco rechnet derweil nicht mit einem aggressiven Tempo und hält mehr als zwei Zinserhöhungen für eher unwahrscheinlich. sagte, eine Lohn-Preis-Spirale sei für ihn nicht in Sicht, die EZB sollte es bei diesem einen Schritt belassen. bezeichnete die Anhebung als nicht nachhaltig und warnte vor dem erheblichen Risiko, die Fehler von 2011 zu wiederholen.

Vor diesem Hintergrund ist die Zäsur klar: Die EZB hat nicht nur den ersten Schritt seit September 2023 gemacht, sie hat auch den möglichen Pfad danach offen gelassen. Ob im September wirklich der nächste kommt, wird davon abhängen, ob die Inflation weiter Druck macht oder ob die schwächere Konjunktur den Spielraum der Notenbank schneller verengt als ihr lieb ist.

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