Lesen: Galeria kürzt Bestellungen wegen Liquiditätsproblemen und belastet Lieferanten

Galeria kürzt Bestellungen wegen Liquiditätsproblemen und belastet Lieferanten

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hat wegen akuter Liquiditätsprobleme seine Bestellungen deutlich reduziert. Der Warenhauskonzern betrifft damit alle 83 Filialen, auch die letzte Galeria-Location im Saarland, Karstadt in Saarbrücken.

Nach Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens hat die Mindestliquidität für den Schutz der Lieferanten zwar von 60 Millionen Euro auf die Hälfte gesenkt, doch der Druck bleibt hoch. Nach der Auszahlung der jüngsten Gehälter verfügte Galeria nur noch über 30 Millionen Euro an Liquidität. Damit Euro Delkredere die Lieferanten weiter gegen Zahlungsausfälle absichert, muss der Händler seine Bestellvolumen senken.

Die Geschäftsführung hat deshalb beschlossen, Weihnachtsware im Umfang von 60 Millionen Euro zu streichen. Einige besonders stark laufende Produkte werden für zwei Wochen vorübergehend nicht nachbestellt. Das Unternehmen will so die vorhandenen Bestände länger im Regal halten, statt mit neuen Lieferungen zusätzlich Geld zu binden.

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Der Schritt fällt in eine Phase, in der Galeria bereits spürbar unter Druck steht. Vertraute des Unternehmens sagten der , der Konzern verzeichne deutliche Umsatzrückgänge. Das laufende , das am 1. Oktober begonnen hat, liege rund 10 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Für das volle Geschäftsjahr sei Anfang Mai ein Minus von 130 Millionen Euro genannt worden. Galeria selbst hatte für 2024/25 einen Umsatz von zwei Milliarden Euro angegeben.

Die Bestellkürzungen sind damit kein isolierter Sparschritt, sondern Teil einer breiteren Liquiditätskrise. Zugleich verhandelt Galeria neue Verträge mit Vermietern. Für den Konzern geht es jetzt darum, Zeit zu gewinnen, ohne die Warenversorgung so weit auszudünnen, dass die eigenen Häuser noch stärker unter Druck geraten.

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