Kimi Antonelli hat sich die Pole Position für den Monaco Grand Prix gesichert und Max Verstappen um nur 0,043 Sekunden geschlagen. Der Mercedes-Fahrer beschrieb seine Runde danach als „magic“.
Genau deshalb wird Monaco F1 jetzt so genau gesucht: Runde sechs der Saison ist erst an diesem Wochenende vom 5. bis 7. Juni in Monte Carlo, und mit dem Qualifying steht schon fest, wer das 78-Runden-Rennen am Sonntag um 14:00 BST und 15:00 Ortszeit von ganz vorne angeht. Für Antonelli ist es ein Schlüsselmoment, weil er die Fahrerwertung mit 43 Punkten Vorsprung auf George Russell anführt und sich in Monaco keinen besseren Tag für einen Startplatz an der Spitze wünschen konnte.
Hinter dem 18-Jährigen reiht sich das Feld prominent ein. Lewis Hamilton geht von Platz drei ins Rennen, neben ihm startet Charles Leclerc, George Russell steht auf Rang sechs. Das macht die erste Reihe nicht nur schnell, sondern auch politisch aufgeladen: Mercedes, Red Bull, Ferrari und McLaren wissen, dass in Monte Carlo die Startaufstellung oft mehr zählt als die reine Rennpace.
Gerade das ist der Makel an einer ansonsten perfekten Runde. Monaco bleibt die glamouröseste Strecke im Kalender, aber auch eine der schwierigsten zum Überholen. Wer vorn wegfährt, bleibt dort meist lange genug, um das Rennen zu kontrollieren. Deshalb hängt über Antonellis Pole sofort die Frage, ob 2026 mit dem viel diskutierten „yo-yo racing“ tatsächlich mehr Bewegung bringen wird oder ob die Mauern in Monte Carlo wieder jedes Überholmanöver ersticken.
Am Sonntag spricht trotzdem vieles für ein trockenes, helles Rennen. Für Monte Carlo ist ein sonniger Tag mit bis zu 24C und keinerlei Regenchance vorhergesagt. Die Kommentierung läuft über Radio 5 Live, Sounds sowie die Sport Website und App; die Nach-dem-Rennen-Sendung ist in diesem Jahr erstmals auch auf iPlayer und YouTube verfügbar. Antonelli hat den wichtigsten Schlag schon gesetzt. Jetzt muss er auf einer Strecke, die Fehler selten verzeiht, zeigen, ob seine „magic“ auch nach dem Start noch reicht.

