Lesen: Krieg: Putin stellt Bedingungen nach Selenskyjs Angebot für Friedensgespräche

Krieg: Putin stellt Bedingungen nach Selenskyjs Angebot für Friedensgespräche

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hat auf Wolodymyr Selenskyjs Angebot direkter Friedensgespräche nicht mit einer klaren Zusage geantwortet, sondern mit neuen Bedingungen. Bei einer Pressekonferenz für ausländische Nachrichtenagenturen beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg sagte der russische Präsident, Verhandlungen seien möglich, wenn Kiew zu Kompromissen bereit sei.

Für Leser, die nach dem Stand im Krieg zwischen Russland und der Ukraine suchen, ist vor allem Putins Tonfall neu: offen für Gespräche, aber nicht für Zugeständnisse ohne Gegenleistung. Selenskyj hatte Putin in einem Schreiben ein Treffen in einem Drittstaat vorgeschlagen und dabei gesagt: „Ich schlage Ihnen ein Treffen vor.“

Putins Sprecher sagte, der Präsident sei über die Botschaft informiert, habe sie aber noch nicht ausführlich lesen können. Peskow fügte hinzu, Putin habe erklärt, Selenskyj könne nach Moskau kommen, wenn er reden wolle. Das war mehr als nur eine Randbemerkung, denn Moskau versucht damit, den Ort der Gespräche selbst zur politischen Botschaft zu machen.

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Selenskyj hat Moskau als Gesprächsort schon mehrfach abgelehnt. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Debatte über mögliche Vermittler zusätzliches Gewicht. Putin wies die Vorstellung zurück, dass Länder der Europäischen Union zwischen Russland und der Ukraine vermitteln könnten. „Vermittlung setzt Neutralität voraus. Wo bleibt hier die Neutralität?“, sagte er sinngemäß und machte deutlich, dass aus seiner Sicht nur Akteure infrage kommen, die von beiden Seiten akzeptiert werden.

Gleichzeitig zeigte sich Putin offen für Vorschläge von . Der frühere und wieder amtierende US-Präsident hatte im Weißen Haus gesagt, er fände ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj gut. Putin sagte, wenn die Regierung in Kiew dazu bereit sei, könnten Trumps Pläne die Kämpfe beenden. Er verwies auf den und erklärte, Russland stimme den dort besprochenen Kompromissen zu, weil sie „als Grundlage für Vereinbarungen zwischen Russland und der Ukraine dienen und den Konflikt beenden könnten“.

Doch genau hier liegt die harte Kante der russischen Position. Moskau erneuerte die Forderung nach vollständiger Kontrolle über die Donbas-Region als Voraussetzung für Frieden, während Selenskyj als ersten Schritt eine Waffenruhe entlang der jetzigen Frontlinie vorgeschlagen hatte, überwacht von den Vereinigten Staaten. Er will außerdem einen Gefangenenaustausch aller gegen alle und die Rückkehr von Zivilisten sowie während des Krieges verschleppter Kinder. Damit stehen zwei sehr unterschiedliche Vorstellungen auf dem Tisch: ein sofortiges Einfrieren der Kämpfe und humanitäre Schritte auf der einen Seite, territoriale Vorbedingungen auf der anderen.

Ob daraus tatsächlich direkte Gespräche werden, ist weiterhin offen. Nach Putins Auftritt in St. Petersburg ist klar, dass Moskau Verhandlungen nicht ausschließt, aber den Preis dafür hoch ansetzt. Für Kiew bleibt die Frage, ob ein Treffen überhaupt zustande kommen kann, wenn Moskau als Ort weiter im Raum steht und die Donbas-Frage vorab geklärt werden soll.

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