Gonzalo Feito ist bei Sin Filtros nicht mehr dabei, und Felipe Bianchi sitzt seit der am Dienstag ausgestrahlten Folge auf dem freien Moderatorenplatz. Der Wechsel passierte sofort, nachdem sich der Konflikt um Feitos Mitwirkung an einem neuen Projekt bei Porcel TV zugespitzt hatte.
Dass der Fall gerade jetzt Aufmerksamkeit bekommt, liegt an der Mischung aus öffentlichem Streit und unmittelbarer Folge auf dem Bildschirm. Paula Escobar zeigte in Que te lo digo Audioaufnahmen von Sebastián Eyzaguirre, in denen er Feito grob beschimpft und ihn zugleich wissen lässt: „Mañana no conduces el programa“. Für das Publikum von Sin Filtros war damit nicht nur ein persönlicher Bruch hörbar, sondern auch die Aussicht, dass die Sendung ohne ihren bisherigen Moderator weitermacht.
Feito selbst machte seinen Abgang öffentlich und zog eine klare Linie. „Yo ya no sigo en Sin Filtros, desde hoy“, sagte er und begründete das Ende mit dem neuen wöchentlichen Porcel-TV-Format Próceres, an dem er gemeinsam mit Pamela Le Roy beteiligt ist. Er erklärte außerdem, es habe keinen unterschriebenen Vertrag gegeben, die Gespräche seien noch offen gewesen, und nach einem Entwurf, den er als „infirmable“ bezeichnete, habe er entschieden, die Verhandlungen abzubrechen und keinen Deal mehr zu suchen.
Genau dort liegt der Riss in der Geschichte. Feito beschreibt einen laufenden, nie formal abgeschlossenen Prozess, der am Ende scheiterte. Die veröffentlichten Aufnahmen zeichnen dagegen ein Bild von Eskalation und Ausgrenzung, lange bevor es am Dienstag zur neuen Besetzung kam. Ob Eyzaguirre Feitos Beteiligung an Porcel TV als Vertrauensbruch sah oder ob es um andere Bedingungen ging, wird nicht erklärt. Sicher ist nur, dass die Gespräche nicht zu einer Einigung führten.
Für Sin Filtros, ein Debattenformat, ist die Folge direkt sichtbar: Der Platz wurde ohne Übergangsphase neu besetzt, Bianchi debütierte am Dienstag als Moderator. Der frühere C.Q.C.-Mann übernimmt damit vorerst die Rolle, die Feito hinterlassen hat. Mehr ist im Moment nicht bestätigt. Aber nach diesem Bruch ist der neue Zustand der Sendung schon Realität, nicht bloß eine Zwischenlösung.

