Mega hat an diesem Donnerstag den Tod von Coke in der Teleserie „Reunión de Superados“ bestätigt. Die Figur, gespielt von Diego Muñoz, stirbt nach einem Unfall, nachdem sie nach einem Rückfall wieder in den Alkohol geraten war.
Dass der Name Coke jetzt so stark gesucht wird, hat mit genau diesem Bruch zu tun: Die Serie zieht einen Strich unter eine Figur, die nicht gerettet wird, obwohl sie gerade noch versuchte, ihr Leben zu ordnen. Für die Handlung ist das ein harter Schnitt. Für die Zuschauer ist es der Punkt, an dem aus einem Genesungsversuch ein endgültiges Ende wird.
Muñoz sagte, die Figur habe sich über zwei Monate hinweg wirklich bessern wollen. Coke war zuvor zu den Anonymen Alkoholikern gegangen, hatte sich in eine Klinik begeben und sich ein Pellet setzen lassen. Er bat sogar Freunde darum, bei Treffen keinen Alkohol auf den Tisch zu stellen. Doch als er erfuhr, dass seine Ex-Frau Matilde bereit war, ihr Leben neu zu beginnen und eine Beziehung mit Juan de Dios einzugehen, kippte alles wieder. Er entfernte sein Pellet, trank in einer Bar und fiel in den alten Kreislauf zurück.
Genau an diesem Punkt lag auch die Entscheidung der Produktion. Muñoz sagte, anfangs sei ein „heroisches“ Ende im Gespräch gewesen, in dem Coke sich rehabilitiert, seine Familie, seine Arbeit und sein Leben zurückerobert. Später habe Regisseur Felipe Arratia aber darin eine größere Möglichkeit gesehen: einen Charakter zu zeigen, der sich nicht rettet, sondern rückfällig wird. Der Schauspieler sagte, das Ende sei ohne Schock, Blut oder zerbrochenes Glas erzählt worden. Das passt zu einer Figur, die eher aus Erschöpfung als aus einer großen Katastrophe heraus verschwindet.
Vor seinem Tod besuchte Coke noch die Wohnung seiner Familie und küsste seine Kinder und seine Ex-Frau, während sie schliefen. Danach ging Manuel zu Matildes Haus und sagte ihr, Coke habe einen Unfall gehabt und nicht überlebt. „El Coke se murió“, lautete die Nachricht, die den Rest der Geschichte auf einen Satz verdichtete. Was Matilde und die übrigen Figuren als Nächstes daraus machen, lässt die Serie in diesem Moment offen. Sicher ist nur: Mit dem Tod von Coke schließt „Reunión de Superados“ nicht eine Nebenfigur ab, sondern eine zentrale Entwicklung, die gerade erst auf Heilung hinauszulaufen schien.

