In Kapitel 133 von Reunión de Superados kippt der scheinbare Neustart von Coke plötzlich wieder ins Dunkle. Nach einem ruhigen Gespräch mit Manuel greift die Figur heimlich wieder zum Alkohol, obwohl sie sich gerade noch als bereit für einen Neuanfang präsentiert hatte.
Die Szene läuft diesen Mittwoch auf MegaGo und hat Gewicht, weil sie ausgerechnet einen Charakter trifft, dessen Alkoholproblem seit langem als zentrales Konfliktthema der Handlung gilt. Coke, gespielt von Diego Muñoz, hatte seine reparierte Wagen nach dem Werkstattbesuch abgeholt und war trotz Fahrverbot zu seiner Wohnung gefahren. Dass er nun wieder rückfällig wird, passt in eine Entwicklung, die schon zuvor seine Ehe mit Matilde belastet und zu einem schweren Autounfall geführt hatte.
Im Gespräch mit Manuel wirkt Coke ungewohnt aufgeräumt. Er sagt, er gehe es besser an, habe Matilde offenbar endgültig losgelassen und mit ihr über ihre Reise an den Strand mit Juan de Dios gesprochen. Sie solle glücklich sein, sagt er sinngemäß, und Juan de Dios werde sie wirklich glücklich machen. Dann erklärt er, er fühle sich leichter und fast bereit, neu anzufangen. Manuel gratuliert ihm zu dieser Haltung, warnt aber zugleich beim Anblick eines alkoholfreien Biers: Er solle vorsichtig sein, zwischen all den Ersatzlösungen könne man sich am Ende doch zum echten Trinken verleiten lassen.
Genau an diesem Punkt liegt die Spannung der Folge. Coke versichert Manuel, alles sei in Ordnung, und schlägt vor, abends noch einmal auszugehen. Manuel lehnt ab, weil sein Sohn zu Hause auf ihn wartet. Nachdem er gegangen ist, bleibt Coke allein zurück und schaut auf ein Möbelstück mit Büchern, in dem er Bier versteckt hat. Trotz Schuldgefühlen und des eingesetzten Pellets, das ihn vom Konsum abhalten soll, trinkt er heimlich weiter. Die Rückkehr in den Alkohol kommt damit nicht als Ausrutscher daher, sondern als bewusste Entscheidung im Verborgenen.
Die Produktion hat in den vergangenen Tagen schon Spekulationen ausgelöst, weil der längste vorherige Ausblick auf Reunión de Superados von einer Nachricht sprach, die alles verändert und die Figuren tief treffen werde. In den sozialen Netzwerken wurde daraufhin sogar über den möglichen Tod einer Figur spekuliert, die im Preview gar nicht zu sehen war. Was Kapitel 133 nun bestätigt, ist weniger eine Antwort auf diese Gerüchte als eine Eskalation des bekannten Problems: Coke ist nicht stabil, obwohl er es selbst behauptet.
Genau darin liegt der eigentliche Bruch der Folge. Nach außen spricht Coke wie jemand, der Frieden mit seiner Vergangenheit schließt. In der Wohnung jedoch holt ihn dieselbe Sucht zurück, die seine Geschichte von Beginn an bestimmt. Die Folge deutet damit eine Tragödie an, die laut Quelle so weit gehen könnte, dass Coke aus Reunión de Superados verschwindet. Der Rückfall ist nicht nur ein Moment der Schwäche. Er ist das Warnsignal, dass der vermeintliche Neuanfang schon wieder in Gefahr ist.

