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Brennerpass: Wipptal sperrt die A13 am 30. Mai gegen Transitdruck

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Das Wipptal macht am 30. Mai dicht: Die Brennerautobahn A13 wird zwischen der Mautstelle und der Grenze zu Italien von 11 bis 19 Uhr in beiden Richtungen gesperrt. Auch die Brennerstraße B182 und die Ellbögener Straße L38 werden während der Demonstration blockiert.

Für ist das die einzige Sprache, die noch gehört wird. Der 49 Jahre alte Bürgermeister von Gries am Brenner hat die Blockade nach zwei gescheiterten Versuchen angemeldet. Die Proteste richten sich gegen den Transitverkehr über den Brennerpass, der nach Ansicht der Bewohner ihre Gemeinden längst überlastet.

Die Zahlen, auf die sich die Gegner des Durchgangsverkehrs stützen, sind deutlich. In den 1990er-Jahren hieß es schon, die Belastungsgrenze sei mit 700.000 Lkw erreicht, sagte Mühlsteiger. Heute rollen laut den vorliegenden Angaben 13,6 Millionen Fahrzeuge pro Jahr über den Brenner, darunter 2,4 Millionen Lkw. Im ersten Quartal meldete auf der A13 ein Plus von 2,4 Prozent beim Verkehr und 4,2 Prozent bei den Lastwagen im Vergleich zu 2025. Im Vorjahr wurden an der Mautstelle Schönberg 13,5 Millionen Fahrzeuge gezählt; Ende der 1960er-Jahre waren es dort noch 2 Millionen.

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Das Wipptal liegt zwischen Innsbruck und dem Brenner und leidet seit Jahren unter dem Transit. Weil die Autobahn über weite Strecken hoch über den Siedlungen verläuft, drückt Stau den Verkehr immer wieder auf Bundes- und Landesstraßen. Dann weichen Autos und Lastwagen auf Orte wie Gries, Matrei, Steinach, Nößlach und Pfons aus. Die Demonstrierenden verweisen auf Lärm, schlechte Luft, Feinstaub und die Sorge, dass Feuerwehr oder Rettung im Ernstfall nicht mehr durchkommen.

Gleichzeitig ist der Konflikt nicht nur importiert. Mühlsteiger sagte, im Tal seien viele auf das eigene Auto angewiesen, besonders jene, die in den Seitentälern wohnen. Genau deshalb wollen die Protestierenden nicht nur Aufmerksamkeit, sondern eine Antwort aus Wien und Brüssel. Sie fordern Entlastung, mehr Lärmschutz und dass Nacht- und Wochenendfahrverbote nicht aufgeweicht werden.

Die Aktion am 30. Mai ist damit mehr als ein Verkehrsprotest. Sie soll zeigen, dass die Belastung im Wipptal nicht weiter in dieser Form hingenommen wird. Ob die Sperre nur ein Störsignal bleibt oder den Druck auf die Politik tatsächlich erhöht, wird sich an der Reaktion in Wien, Brüssel und an der Grenze zeigen.

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